Politik

Kampf für Transparenz Assange erhält Friedenspreis

Wikileaks ist offiziell für den Friedensnobelpreis nominiert. Gründer Assange erhält nun schonmal die Goldmedaille der Sydney-Friedensstiftung, die bisher erst dreimal vergeben wurde. Geehrt wird er für seinen Kampf um Transparenz.

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Assange wurde der Preis in London überreicht.

(Foto: REUTERS)

Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, der Australier Julian Assange, ist in seiner Heimat mit der Goldmedaille der Sydney-Friedensstiftung ausgezeichnet worden. Assange wurde damit für seinen "außerordentlichen Mut im Streben nach den Menschenrechten" ausgezeichnet.

Während der Friedenspreis der Stiftung jährlich verliehen wird, erhielten bisher nur drei Menschen die Goldmedaille: Der Dalai Lama, Nelson Mandela und der japanische Buddhistenführer Daisaku Ikeda. Die Friedensstiftung würdigte Assanges Entschlossenheit im Kampf für mehr Transparenz und Rechenschaft von Regierungen weltweit. Damit habe er "jahrhundertealte Praktiken der Geheimniskrämerei von Regierungen" angegriffen.

Die von Assange gegründete Enthüllungsplattform Wikileaks hatte unter anderem . Auch stellte sie zahllose Geheimdokumente über die Kriege in Afghanistan und im Irak ins Netz.

Im vergangenen Dezember war Assange auf Grundlage eines schwedischen Haftbefehls wegen Sexualdelikten in London festgenommen worden. Der Internetaktivist hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen und sieht diese als Teil eines Komplotts. Er befürchtet, dass Schweden ihn letztlich an die USA ausliefern könnte. Die US-Justiz prüft derzeit rechtliche Schritte gegen Assange wegen der Veröffentlichung geheimer Regierungsdokumente über Wikileaks.

Quelle: ntv.de, AFP