Politik

Nach dem Vorbild von "Stuttgart 21" Atomkommission tagt öffentlich

Die neue Ethikkommission zur Zukunft der Atomkraft soll nach dem Vorbild von "Stuttgart 21" auch öffentlich tagen. Wahrscheinlich werden ganztägige Anhörungen auch im Fernsehen übertragen. Die Kommission soll klären, unter welchen Bedingungen die Nutzung der Kernenergie verantwortbar ist.

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Merkel hatte sich so viel Öffentlichkeit wie möglich gewünscht.

(Foto: dapd)

Die für die Regelung der Atomfrage eingesetzte Ethikkommission will nach dem Vorbild der "Stuttgart 21-Schlichtung" einige Sitzungen öffentlich durchführen. So soll am 28. April eine ganztägige Expertenanhörung öffentlich sein und wahrscheinlich im Fernsehen übertragen werden. Auch Teile der Abschlusssitzung am 28. Mai sollen öffentlich sein. Das teilten die Kommissionsvorsitzenden, der frühere Umweltminister Klaus Töpfer und der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Matthias Kleiner, mit.

Zudem will sich der 17 Mitglieder umfassende "Rat der Weisen, dem Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie führende Repräsentanten der Kirchen angehören, Mitte April und Mitte Mai zu zwei mehrtägigen Klausurtagungen treffen.

Laut Kanzlerin Angela Merkel (CDU) soll das Gremium Mitte Mai die Ergebnisse der Reaktorsicherheitskommission bekommen, die sich bei der technischen Sicherheitsüberprüfung der 17 deutschen Atomkraftwerke ergeben haben. Bis Ende Mai soll die Kommission dann einen Bericht vorlegen. Dieser ist für die Bundesregierung eine Basis für ein mögliches neues Atomgesetz mit weniger Atomkraftwerken und kürzeren Restlaufzeiten.

Quelle: ntv.de, dpa