Politik

Nach dem "Bärtchen-Foto vom Lutz" Bachmann ist wieder Pegida-Chef

3nr74501.jpg5666655182733087129.jpg

Lutz Bachmann wird wohl schon demnächst wieder in der Öffentlichkeit reden.

(Foto: dpa)

Nur rund vier Wochen ist es her, dass die Pegida-Bewegung zerfiel. Ursächlich beteiligt an dem Zerfall des islamkritischen Bündnisses ist dessen ehemaliger Chef Lutz Bachmann. Jetzt lässt er sich erneut zum Pegida-Chef krönen.

Nach nur knapp vier Wochen hat sich Lutz Bachmann wieder zum Frontmann der Pegida-Bewegung wählen lassen. Bachmann war am 21. Januar nach dem Erscheinen eines Bildes in Hitler-Pose und Berichten über fremdenfeindliche Kommentare im Internet als Organisator zurückgetreten. Zu dem Zerwürfnis hatte auch geführt, dass er die Zügel von Pegida nicht aus der Hand geben wollte.

Eine Versammlung der verbliebenen sechs Pegida-Mitglieder habe ihn erneut zum Vorsitzenden gewählt, berichtet die "Bild"-Zeitung. Sein Stellvertreter wurde demnach Siegfried Däbritz, das Amt des Kassenwarts übernimmt Stephan Baumann.

Neu im Verein ist die Ex-AfD-Politikerin Tatjana Festerling. Sie hatte bereits vor einer Woche angekündigt, wegen der Bürgermeisterwahl von Hamburg nach Dresden ziehen zu wollen. Bekannt wurde Festerling dafür, dass sie gegen die "Konspiration aus Politik und Medien" zur "Schwächung des Volkes" wetterte. Sie tat das "Bärtchen-Foto vom Lutz" als Teil einer Pressekampagne ab, um ihn als Opfer darzustellen.

Nach Bachmanns Abgang im Januar hatten sich Sprecherin Kathrin Oertel und vier weitere Mitglieder der Pegida-Führung zurückgezogen und die eigene Bewegung "Direkte Demokratie für Europa" gegründet. Diese zieht aber kaum noch Menschen an. Zur zweiten Kundgebung am vergangenen Donnerstagabend in Dresden kamen etwas mehr als 100 Leute zusammen. Bei der Premiere am 8. Februar waren es noch fünfmal so viele. Mitbegründer René Jahn zeigte sich dennoch nicht enttäuscht: "Wir machen weiter, unabhängig von der Teilnehmerzahl."

Quelle: n-tv.de, ppo

Mehr zum Thema