Politik

Über 100 Leopard 2 gehen nach Indonesien Berlin genehmigt Panzerdeal

Die schwarz-gelbe Bundesregierung genehmigt den Verkauf gebrauchter Kampfpanzer an Indonesien. Der Deal umfasst mehr als 100 Leopard-2-Panzer sowie 50 Schützenpanzer des Typs Marder. Das Geschäft der Firma Rheinmetall stößt nicht nur bei Menschenrechtlern auf Kritik.

Die Bundesregierung hat dem umstrittenen Verkauf gebrauchter deutscher Kampfpanzer nach Indonesien zugestimmt. Demnach erhielt die Firma Rheinmetall vom geheim tagenden Bundessicherheitsrat eine Ausfuhrgenehmigung für 104 Kampfpanzer Leopard 2, vier Berge- und jeweils drei Brückenlege- und Pionierpanzer eine Ausfuhrgenehmigung nach Indonesien. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Katja Keul hervor.

Daneben werde der Rüstungskonzern weitere 50 Schützenpanzer vom Typ Marder 1A2 nach Südostasien liefern, heißt es. Dazu sollen ältere Modelle des Typs modernisiert werden.

Das Interesse Indonesiens an den deutschen Panzern war seit langem bekannt, die indonesische Regierung hatte schon im vergangenen Herbst Details des geplanten Deals genannt. Rheinmetall hatte sich bislang jedoch bedeckt gehalten. Grüne, Linke und Menschenrechtler befürchten, dass die Panzer im Konflikt mit ethnischen Minderheiten eingesetzt werden könnten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bei einem Besuch in dem südostasiatischen Land im vergangenen Jahr mit Staatspräsident Susilo Bambang Yudhoyono auch eine engere militärische Zusammenarbeit vereinbart.

Quelle: n-tv.de, AFP/dpa

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