Politik

Treueschwur via Twitter Boko Haram schließt sich IS an

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Boko Haram verfügt auch über erbeutete Panzer aus nigerianischen Armeebeständen - dieser hier ist allerdings nach heftigem Kampf wieder im Besitz der Regierungstruppen.

(Foto: dpa)

Boko Haram, zu deutsch "westliche Bildung ist Sünde", und der Islamische Staat sind ideologisch auf der selben Wellenlänge. Nun wagt die nigerianische Terrormiliz, die seit 2009 mehr als 13.000 Menschen auf dem Gewissen hat, den nächsten Schritt.

Der Chef der nigerianischen Extremistengruppe Boko Haram, Abubakar Shekau, hat der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) seine Gefolgschaft zugesichert. "Wir verkünden unsere Treue zum Kalifen der Muslime, Ibrahim bin Awad bin Ibrahim al-Husseini al-Kraschi", heißt es in einer Audio-Botschaft, die über das Twitter-Konto von Boko Haram verbreitet und Shekau zugeschrieben wurde. Der IS-Chef Kraschi ist besser bekannt unter dem Namen Abu Bakr al-Bagdadi.

Boko Haram, was sich sinngemäß mit "westliche Bildung ist Sünde" übersetzen lässt, kämpft seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit 2009 tötete die Gruppe bei Anschlägen und Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen etwa 13.000 Menschen.

Al-Bagdadi hatte sich Ende Juni vergangenen Jahres in der irakischen Großstadt Mossul zum "Kalifen" aller Muslime erklärt - ein Anspruch, der von fast allen islamischen Geistlichen zurückgewiesen wird. Zugleich rief der Dschihadistenführer ein "Kalifat" aus, das vorerst die Gebiete in Syrien und dem Irak unter der Kontrolle seiner Miliz umfasst. Unter seiner Führung hat sich die IS-Miliz zur wohl mächtigsten, reichsten und brutalsten Dschihadistengruppe der Welt entwickelt.

Quelle: ntv.de, jve/AFP