Politik

Gedanken eines Massenmörders Breivik will Buch schreiben

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Breivik ist in einem ersten Gutachten für unzurechnungsfähig erklärt worden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der norwegische Attentäter Breivik seine Taten in einem Buch beschreiben. Um an einen PC zu kommen, auf dem er das Manuskript verfassen will, versucht er nun, die Justizbehörden zu erpressen. Er werde keine weitere Aussage machen, wenn ihm kein Computer gestellt werde, so der Rechtsradikale.

Anders Behring Breivik und die norwegischen Justizbehörden fechten einen Streit um mögliche publizistische Aktivitäten des Inhaftierten aus. Wie ein Polizeisprecher in der Zeitung "Aftenposten" angab, verweigert der 32- Jährige derzeit jede Aussage, weil ihm die Polizei nicht die Nutzung eines Computers mitsamt Textverarbeitungssoftware garantieren will.

Der Sender NRK hatte berichtet, das norwegische Justiziministerium erwäge ein Gesetz nach US-Vorbild, das es Verurteilten unmöglich macht, Geld mit Büchern oder anderen Veröffentlichungen über ihre schweren Verbrechen einzunehmen. Auslöser seien Berichte gewesen, wonach der rechtsradikale Islamhasser auch schon jetzt an einem Buch über den Bombenanschlag mit acht Toten in Oslo und das Massaker auf Utøya schreiben soll.

Breivik hat am 22. Juli letzten Jahres 77 Menschen bei zwei Anschlägen in Oslo und auf der Insel Utøya getötet. Er ist seitdem in der Haftanstalt Ila nördlich von Oslo in Untersuchungshaft und wurde von zwei Gerichtspsychiatern für nicht zurechnungsfähig erklärt. Die Polizei will die Garantie für einen PC nur bis zu einem möglichen Urteil geben, damit sich Breivik in dieser Zeit auf das Verfahren vorbereiten kann. Er soll ab 16. April vor Gericht stehen.

Quelle: n-tv.de, dpa

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