Politik

Rekordergebnis für Rechtspopulisten Dänen wählen Sozialdemokraten ab

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Helle Thorning-Schmidt tritt auch von der Parteispitze zurück.

(Foto: dpa)

Die Wahl in Dänemark ist ein enges Rennen mit schlechtem Ausgang für Ministerpräsidentin Thorning-Schmidt, die unter Tränen abtritt. Die sozialdemokratische Regierung ist am Ende. Die Rechtspopulisten fahren das beste Ergebnis ihrer Geschichte ein.

Die Regierung von Dänemarks sozialdemokratischer Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt ist abgewählt. Bei der Parlamentswahl errang die bürgerliche Opposition eine Mehrheit. Die dänische Regierungschefin Helle Thorning-Schmidt verkündete ihren Rücktritt als Ministerpräsidentin und Chefin der Sozialdemokraten. "Ich bin Dänemarks erste Ministerpräsidentin. Aber ich werde nicht die letzte sein", sagte die 48-Jährige nach der Wahl mit Tränen in den Augen

Nach Auszählung aller Stimmen lagen die Mitte-Rechts-Parteien vor dem von den Sozialdemokraten angeführten Mitte-Links-Lager. Als Wahlsieger konnten sich die Rechtspopulisten feiern. Mit rund 21 Prozent der Stimmen ging die Dänische Volkspartei hinter den Sozialdemokraten (26,3 Prozent) als zweitgrößte Partei aus der Wahl hervor. Die liberale Partei "Venstre" von Thorning-Schmidts Herausforderer Lars Løkke Rasmussen landete mit 19,4 Prozent der Stimmen nur auf Platz Drei.

Der Mitte-Rechts-Block des bisherigen Oppositionschefs Lars Løkke Rasmussen kann wohl jetzt die Regierungsbildung angehen. Für eine Mehrheit in dem 179 Sitze fassenden dänischen Parlament (Folketing) sind 90 Sitze nötig. Die Rechtspopulisten bekamen mit ihren 21 Prozent auf ihr bislang bestes Ergebnis bei einer Parlamentswahl.

Thorning-Schmidt hatte vor vier Jahren als erste Frau den Sprung an die Regierungsspitze in Kopenhagen geschafft und zuletzt mit einer Koalition aus Sozialdemokraten und Sozialliberalen regiert. Im Wahlkampf hatten die Ministerpräsidentin und ihr Herausforderer Rasmussen sich gegenseitig scharf angegriffen. Vor allem die Themen Wohlfahrt und Asylpolitik hatten die Debatten bestimmt.

Quelle: n-tv.de, rpe/wne/dpa