Politik

Drama im Mittelmeer Dutzende Tote in Flüchtlingsschiff entdeckt

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(Foto: REUTERS)

Erneut kommen Flüchtlinge auf ihrer Flucht über das Mittelmeer ums Leben. In einem Schiff entdecken die Behörden Dutzende Leichen. Derzeit müht sich die Küstenwache um die Rettung Tausender Menschen.

Neue Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer: Auf einem Schiff vor der libyschen Küste wurden Dutzende Leichen entdeckt. Sie seien im Laderaum gefunden worden, bestätigte die italienische Küstenwache. Derweil gehen die Berichte über die genaue Anzahl nach auseinander und schwanken zwischen 40 und 50. Vermutlich sind die Migranten an Abgasen erstickt.

439 Flüchtlinge konnten durch die Besatzung des schwedischen Schiffes "Poseidon" lebend von dem Holzboot gerettet werden. Es sei in Richtung Italien unterwegs gewesen. Die "Poseidon" ist ein Schiff der schwedischen Küstenwache und im Mittelmeer im Einsatz. Erste Ende Juli hatte das Schiff mehr als 600 Menschen gerettet.

Insgesamt seien bei verschiedenen Operationen am Mittwoch etwa 2000 Flüchtlinge gerettet worden. Zwei weitere Migranten kamen dabei ums Leben, teilte die italienische Küstenwache mit.

Erst vor wenigen Tagen waren im Mittelmeer etwa 50 Leichen auf einem Schiff unter Deck entdeckt worden. Auch sie waren vermutlich erstickt. Oft sind die billigeren Plätze auf den meist überladenen Flüchtlingsbooten unter Deck.

Täglich versuchen derzeit hunderte Menschen, von Afrika nach Europa zu gelangen. Dabei kommt es immer wieder zu Unglücken. Schätzungen zufolge starben in diesem Jahr schon 2500 Flüchtlinge bei der gefährlichen Überfahrt.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP/dpa