Politik

Seit Jahren im Keller EU besitzt Nackt-Scanner

Das EU-Parlament besitzt nach Informationen der "Welt" acht so genannte Nacktscanner, die pro Stück 70.000 Euro gekostet haben und im Keller stehen. Wie eine Sprecherin des Parlaments sagte, wurden die Geräte 2002 als Reaktion auf die Terrorangriffe in New York am 11. September 2001 gekauft. Dabei habe die Mehrheit der Abgeordneten Bedenken gegen die Geräte, sie hätten bisher aber nichts von den Scannern im eigenen Haus gewusst.

Erst im Oktober hatte das EU-Parlament nach scharfen Protesten aus allen Parteien mit einer Resolution die Pläne der EU-Kommission zur Einführung von Ganzkörperscannern auf Flughäfen zu Fall gebracht.

Markus Ferber, Haushaltsexperte im EU-Parlament, kritisierte den Kauf der umstrittenen Durchleuchtungsgeräte: "Dies ist ein weiteres schlimmes Beispiel für die Verschwendung von Steuergeldern", sagte der CSU-Parlamentarier. Zugleich verurteilte er das Verhalten einiger Kollegen im Parlament: "Das ist eine Riesensauerei und der Gipfel der Scheinheiligkeit von manchen Abgeordneten, die beim Kauf der Scanner für das Parlament schon Verantwortung trugen und dann gegen die Einführung der Geräte auf Flughäfen gewettert haben."

Quelle: ntv.de

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