Politik

Geheime Bundeswehr-Einsätze Ein Toter, keine Täter

Bei 21 Operationen gegen Aufständische in Afghanistan hat die geheime Task Force der Bundeswehr nach Angaben der Regierung keine Menschen getötet. Andere an den Einsätzen Beteiligte dagegen schon.

19249825.jpg

"Keine Tötungen durch TF 47"

(Foto: picture alliance / dpa)

Die geheime Einsatztruppe Task Force (TF) 47 der Bundeswehr in Afghanistan hat nach Angaben der Bundesregierung keine Aufständischen getötet - auch wenn sie an einer Aktion beteiligt war, bei der ein Mensch ums Leben kam.

Die Spezialeinheit habe bisher 21 offensive Operationen gegen das Netz gegnerischer militärischer Kräfte unternommen, dabei seien 59 Aufständische vorübergehend in Gewahrsam genommen worden, heißt es in einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Hans-Christian Ströbele. Bei einer Hausdurchsuchung sei ein Mensch getötet worden, aber nicht durch einen Angehörigen der Task Force. "Bei offensiven militärischen Operationen erfolgten keine Tötungen durch Angehörige der TF 47."

Die deutsche Spezialeinheit war im Zusammenhang mit dem von der Bundeswehr befohlenen Luftangriff auf zwei Tanklastwagen in Afghanistan im vergangenen September genannt worden. Oberst Georg Klein soll damals vom Gefechtsstand der TF 47 agiert haben, an der Elitesoldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) beteiligt sind. Die Veröffentlichung von rund 90.000 überwiegend geheimen US-Militärdokumenten im Internet hatte die Debatte über den Einsatz von Spezialkräften wieder aufflammen lassen.

Weitere 15.000 geheime Dokumente werden nach Angaben der Enthüllungs-Internetseite WikiLeaks derzeit geprüft.

Quelle: n-tv.de, dpa

Mehr zum Thema