Politik

Kommunalwahlen in Deutschland Erste Ergebnisse liegen vor

Bei den Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hat es offenbar nur schwache Wahlbeteiligungen gegeben. Oberbürgermeisterwahlen fanden auch in Sindelfingen in Baden-Württemberg und in den rheinland-pfälzischen Städten Ludwigshafen und Neustadt an der Weinstraße statt. Weitere neun Gemeinden in Rheinland-Pfalz bestimmten ihre Bürgermeister.

In Ludwigshafen muss die SPD das Oberbürgermeisteramt nach mehr als einem halben Jahrhundert an die CDU abgeben. Bei der ersten OB-Direktwahl in Ludwigshafen setzte sich die Unionspolitikerin Eva Lohse mit 55,5 Prozent der Stimmen bereits im ersten Wahlgang gegen ihre Konkurrenten durch. Amtsinhaber Wolfgang Schulte (SPD) war nicht wieder angetreten, SPD-Bewerber Ulrich Gaißmayer erhielt 40,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,73 Prozent.

Wahlen in Sachsen-Anhalt

In der sachsen-anhaltinischen Hauptstadt Magdeburg erreichte keiner der elf Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters die absolute Mehrheit. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis müssen die Bewerber von SPD und PDS am 20. Mai in die Stichwahl. Der sozialdemokratische Staatssekretär im Umweltministerium des Landes, Lutz Trümper, kam nach Angaben des Landeswahlleiters auf 33,04 Prozent, der örtliche PDS-Chef Hans-Werner Brüning auf 23,37 Prozent der Stimmen.

CDU-Kandidat Ernst-Ulrich Pfeifer erhielt 17,33 Prozent, der FDP-Bewerber Karl-Heinz Paque zwar nicht 18, aber immerhin 16,78 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 35,9 Prozent.

In Sachsen-Anhalt bestimmten die Bürger in 15 Kreisen neue Landräte. Allgemein wird erwartet, dass vielerorts Stichwahlen nötig sein werden, weil keiner der Bewerber eine absolute Mehrheit erreicht. Diese wären dann in zwei Wochen.

Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern lag die Wahlbeteiligung durchschnittlich bei 35 Prozent. In Neubrandenburg gewann der ehemalige Bundesforschungsminister Paul Krüger (CDU) in einer Stichwahl mit 65,3 Prozent gegen den PDS-Kandidaten Torsten Koplin.

In der Universitätsstadt Greifswald unterlag Landtagspräsident Hinrich Kuessner (SPD) knapp gegen den CDU-Landtagsabgeordneten Arthur König. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kam König auf 51,1 Prozent der Stimmen, Kuessner auf 48,9 Prozent.

In Mecklenburg-Vorpommern gingen die Kommunalwahlen bereits in die zweite Runde. Hier durften die Bürger in Greifswald, in der Stadt und im Landkreis Güstrow sowie in Neubrandenburg innerhalb von drei Wochen zum zweiten Mal wählen. Zur Direktwahl der Landräte und Bürgermeister hatten sieben weitere Landkreise und elf Städte aufgerufen.

Quelle: n-tv.de