Politik

Cameron gegen Schotten-Abstimmung "Es wird kein weiteres Referendum geben"

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Trotz des "Neins" im Referendum lebt in vielen Schotten der Traum der Unabhängigkeit weiter.

(Foto: REUTERS)

2014 entscheiden sich 55 Prozent der Schotten für einen Verbleib im Königreich. Aus den Parlamentswahlen gehen die Schottischen Nationalisten aber als einer der großen Gewinner hervor - und die Unabhängigkeit ist wieder Thema. Nicht aber für David Cameron.

Der britische Premierminister David Cameron hat eine weitere Abstimmung über die Unabhängigkeit Schottlands ausgeschlossen. "Wir hatten ein Referendum. Schottland hat entschieden dafür gestimmt, im Vereinigten Königreich zu bleiben", sagte Cameron dem Fernsehsender Channel 4 News und ergänzte: "Es wird kein weiteres Referendum geben." Zugleich kündigte der Premierminister an, Schottland entsprechend bereits getroffener Vereinbarungen mehr Rechte zu übertragen.

Camerons Konservative Partei erzielte bei den Parlamentswahlen überraschend die absolute Mehrheit. Neben den Tories gingen die Schottischen Nationalisten mit deutlichen Gewinnen aus der Wahl hervor. Sie kamen auf 56 der 59 Mandate aus Schottland.

Dieser Erfolg hatte Spekulationen geschürt, dass es zu einem weiteren Referendum kommen könnte. Im September 2014 hatten sich 55 Prozent der Schotten für einen Verbleib im Königreich entschieden.

Cameron hat aber auch ein Referendum über die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens versprochen. Sollten die Briten für den EU-Austritt stimmen, könnte das zu einem weiteren Volksentscheid über die Unabhängigkeit in Schottland führen. Die SNP hatte mehrmals erklärt, Teil der EU bleiben zu wollen.

Quelle: ntv.de, bad/rts/dpa