Politik

"Bin noch nicht fertig" Ex-Agentin Plame will in den US-Kongress

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Will für die US-Demokraten in den Kongress: Valerie Plame.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Im Vorfeld des Irak-Krieges löst Valerie Plame einen Politskandal aus und steht seit dem mit dem Weißen Haus auf Kriegsfuß. Doch abgeschlossen hat die Ex-CIA-Agentin mit Washington offenbar noch lange nicht.

Die frühere CIA-Agentin Valerie Plame, die einst im Zentrum eines Washingtoner Politskandals stand, will für einen Sitz im US-Repräsentantenhaus kandidieren. Die 55-Jährige kündigte an, sie wolle in einem Wahlbezirk des Bundesstaats New Mexico für die oppositionellen Demokraten antreten. Zu ihrer Kongressbewerbung erklärte Plame: "Meine Karriere in der CIA wurde durch Parteipolitik abgeschnitten, aber ich bin noch nicht damit fertig, meinem Land zu dienen."

Plame ist für das Weiße Haus seit mehr als zehn Jahren ein rotes Tuch. Ihr Ehemann Joseph Wilson, ein früherer Karrierediplomat mit großer Irak- und Afrika-Erfahrung, hatte auf einer CIA-Mission herausgefunden, dass der Irak nicht - wie unter anderem von europäischen Geheimdiensten in die Welt gesetzt - uranhaltiges Pulver in Niger kaufen wollte. Damit war ein Teil der Rechtfertigung für den Krieg von Präsident George W. Bush im Irak dahin. Das Weiße Haus, angeblich unter Anleitung des damaligen Vizepräsidenten Dick Cheney, enttarnte daraufhin Wilsons in heikler Geheimmission tätige Ehefrau.

Plame verließ schließlich die CIA und begann einen juristischen Kleinkrieg gegen das Weiße Haus. Die Verurteilung von Cheneys Stabschef Lewis Libby war Plames größter juristischer Erfolg, auch wenn die Haftstrafe später zur Bewährung ausgesetzt wurde und offiziell nichts mit der Enttarnung an sich zu tun hatte. Plames Fall wurde 2010 in dem Hollywoodstreifen "Fair Game" mit Naomi Watts in der Hauptrolle verfilmt.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa/AFP

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