Politik

Leichter Zuwachs im Forsa-Trend FDP spürt auch im Bund Aufwind

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FDP-Chef Rösler mit den beiden erfolgreichen Wahlkämpfern Kubicki und Lindner.

(Foto: dpa)

Allen Unkenrufen zum Trotz erobert die FDP souverän die Landtage von Kiel und Düsseldorf. Nun geht der Trend auch auf Bundesebene nach oben. In der aktuellen Forsa-Umfrage legen die Liberalen leicht zu und würden es immerhin wieder in den Bundestag schaffen. Für eine Neuauflage von Schwarz-Gelb reicht es aber noch lange nicht.

Der Wahlerfolg in Schleswig-Holstein gibt der FDP auch auf Bundesebene leicht Auftrieb. Im wöchentlichen Forsa-Wahltrend von "Stern" und RTL legen die Liberalen um einen Punkt zu und liegen bei fünf Prozent. Keine Effekte hat der Wahlausgang in Nordrhein-Westfalen auf die Umfrage. Die Meinungsforscher befragten die Bundesbürger noch vor dem Urnengang im Westen.

Die SPD kann dagegen von dem positiven Trend auf Landesebene nicht profitieren. Wie in der Vorwoche liegen die Sozialdemokraten bei nur 26 Prozent. Die Union muss dagegen Einbußen hinnehmen und fällt um einen Prozentpunkt auf 35 Prozent ab.

Piraten stehen blendend da

Verhältnismäßig gut steht trotz des Verlusts eines Prozentpunkts in der aktuellen Umfrage die Linkspartei da. Sowohl in Schleswig-Holstein als auch in Nordrhein-Westfalen flogen die innerparteilich zerstrittenen Linken aus den Landtagen heraus. Auf Bundesebene würden ihnen derzeit dennoch sechs Prozent der Bundesbürger ihre Stimme geben.

Unverändert stark sind die Grünen. 13 Prozent würden bei der Partei ihr Kreuzchen machen, wenn am Sonntag Wahlen wären - ebenso wie schon in der Vorwoche. Leicht zulegen können dagegen die Piraten, die auch bei den zurückliegenden Landtagswahlen Triumphe feiern konnten. Sie gewinnen einen Punkt hinzu und liegen bei 12 Prozent.

Koalitionsoptionen würden sich durch die Ergebnisse weder für Rot-Grün (39 Prozent) noch für Schwarz-Gelb (40 Prozent) ergeben - auch wenn die Liberalen bei einem Ergebnis von 5 Prozent im Gegensatz zur Vorwoche wieder ins Parlament einziehen würden. Zünglein an der Waage könnten da die starken Piraten sein.

Gabriel unverändert unbeliebt

In der Frage nach der bevorzugten Person für die Kanzlerschaft bedeuten die zurückliegenden Tage für Amtsinhaberin Angela Merkel einen Schlag ins Kontor, auch wenn sie gegen alle drei möglichen SPD-Konkurrenten weiter vorne liegt. Am besten würde aber noch Frank-Walter Steinmeier abschneiden. Bei einem Duell gegen den Fraktionschef würden sich aber nur noch 46 Prozent der Deutschen für sie entscheiden, in der Vorwoche waren es noch 48 Prozent.

Ein ähnliches Bild ergibt der Vergleich mit Peer Steinbrück. Hier würden 48 Prozent für Merkel votieren, ein Verlust von drei Prozentpunkten. Unverändert wäre dagegen das Ergebnis im Duell mit SPD-Chef Sigmar Gabriel. 58 Prozent sind hier weiterhin für Merkel, nur mickrige 19 Prozent sehen in Gabriel einen geeigneten Kanzler.

Über die innenpolitischen Beliebtheitswerte hinaus beschäftigten sich die Meinungsforscher mit der weiter schwelenden Eurokrise. In Athen ist ungewiss, wer die nächste Regierung anführt und ob dann noch die gemachten Sparzusagen eingehalten werden. Forsa fragte die Bundesbürger: Sollen Griechenland Hilfsgelder gestrichen werden, wenn vom Sparkurs abgewichen wird? Das Ergebnis ist klar: 80 Prozent der Deutschen sind dafür. Besonders strikt sind hier die Anhänger der Union. Hier beträgt die Zustimmung zu einer solchen Frage ganze 89 Prozent.

Quelle: n-tv.de, jog