Politik

Kanzlerin dämpft die Erwartungen Gipfel wird noch keine Lösung bringen

Griechenlands Regierung hatte eine Lösung der Schuldenkrise in 48 Stunden nach dem Referendum in Aussicht gestellt. Die deutsche Kanzlerin glaubt nicht daran. Zudem mahnt sie "Gegenleistungen" der Griechen an.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Erwartungen an den Sondergipfel der Euro-Staaten zur griechischen Schuldenkrise gedämpft. Die Staats- und Regierungschefs wollten beraten, wie es nun weitergehe. "Allerdings können wir uns noch kein abschließendes Bild machen", sagte Merkel vor Beginn des Treffens in Brüssel. Sie mahnte dennoch zur Eile: "Ich sage aber, dass es hier nicht mehr um Wochen geht, sondern um wenige Tage."

Merkel pochte darauf, dass Griechenland Reformen umsetzen müsse, um neue Hilfen zu erhalten. Leistung und Gegenleistung gehörten "untrennbar zusammen". "Ohne Solidarität und ohne Reformen ist der Weg, den wir zu gehen haben, nicht möglich." Man werde beim Gipfel hören, was der griechische Premier Alexis Tsipras zu sagen habe.

Vor dem Gipfel traf Merkel unter anderem mit Tsipras zu einem persönlichen Gespräch zusammen.

Ein vorbereitendes Treffen der Euro-Finanzminister war zuvor zu Ende gegangen, ohne dass der neue griechische Minister Euklid Tsakalotos die erwarteten neuen Vorschläge für eine Lösung der Schuldenkreise mitgebracht hätte. Diese sollen jedoch in einem neuen Antrag für ein weiteres Hilfspaket in den kommenden Stunden nachgereicht werden.

Quelle: n-tv.de, mbo/DJ/dpa

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