Politik

Zulauf von SPD und Union Grüne erstmals vor der SPD

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Die Grünen setzen Themen, die die Wähler bewegen.

(Foto: dapd)

Wenn am Sonntag Bundestagswahlen wären, stünden die Chancen nicht schlecht, dass Deutschland eine grün-rote Bundesregierung bekäme. So jedenfalls sieht der aktuelle Forsa-Wahltrend aus. Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik liegen die Grünen vor der SPD. Laut Forsa profitieren sie von der Schwäche der anderen.

Die Grünen liegen erstmals in einer Forsa-Umfrage vor der SPD. Nach dem wöchentlichen Wahltrend des Magazins "Stern" und des Fernsehsenders RTL ist die SPD in ihren Sympathiewerten bei den Wählern auf das Niveau der Bundestagswahl vom September 2009 zurückgefallen.

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Trittin und Künast wirken "solide und seriös".

(Foto: dpa)

Die Sozialdemokraten verlieren gegenüber der Vorwoche zwei Punkte und erreichen 23 Prozent. Die Grünen können einen Prozentpunkt gewinnen, sie liegen mit 24 Prozent erstmals vor der SPD. Auch die Union macht einen Punkt gut, für sie würden sich 31 Prozent der Wähler entscheiden. Die Linken bleiben unverändert bei 10 Prozent, die FDP verharrt bei 5 Prozent.

Grüne und SPD liegen demnach mit zusammen 47 Prozent deutlich vor der Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP, die in der Summe auf lediglich 36 Prozent kommt.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem "Stern", die SPD spreche die falschen Themen an und schneide deswegen schlecht ab. Güllner: "Die Klage gegen die Energiebeschlüsse der Regierung oder die Kritik an den Hartz-IV-Sätzen scheinen nicht die Probleme zu sein, die vielen früheren SPD-Mitgliedern aus der Mitte der Gesellschaft wichtig sind."

Die Stärke der Grünen begründete Güllner mit deren Spitzenpolitikern Jürgen Trittin und Renate Künast, die seriös und solide wirkten. "Zudem profitiert die Partei von den Schwächen der anderen. Sie bekommt Zulauf aus dem SPD-, aber auch aus dem CDU-Lager."

Befragt wurden 2.501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger zwischen dem 27. September bis 1. Oktober 2010.

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Teil 1: Die Linke

Teil 2: Die FDP

Teil 3: Die Grünen

Teil 4: Die CSU

Teil 5: Die SPD

Teil 6: Die CDU

Quelle: ntv.de, dpa/rts