Politik

Stresstest für Stuttgart 21 Hängepartie dauert an

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Geißler will die S21-Gegner gerne bei der Präsentation dabei haben. Wenn nicht, "dann schadet dies auch nichts".

(Foto: dpa)

Der Belastungstest für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 wird in der kommenden Woche öffentlich präsentiert. Einen genauen Termin kann Schlichter Geißler aber auch nach dem dritten Vorbereitungsgespräch nicht nennen. Unklar ist weiter, ob das Aktionsbündnis teilnimmt.

Die Hängepartie um den Stresstest für Stuttgart 21 dauert an. Das Aktionsbündnis gegen das Bahnprojekt wollte sich am Abend noch nicht festlegen, ob es an der Präsentation des Belastungstests für den geplanten Tiefbahnhof teilnimmt. Schlichter Heiner Geißler sagte nach dem dritten Vorbereitungsgespräch, einen genauen Termin könne man immer noch nicht nennen. Im Gespräch seien der 25., 26., 27. oder 29. Juli. Die Vorstellung des vom Schweizer Gutachterbüro sma geprüften Stresstests werde aber in jedem Fall in der nächsten Woche sein. An diesem Donnerstag sollen die Ergebnisse der Computersimulation für den geplanten Tiefbahnhof vorliegen.

Der Sprecher des Aktionsbündnisses, Hannes Rockenbauch, erklärte, die Bahn habe sich nicht an die in der Schlichtung festgelegten Vorgaben für den Stresstest gehalten. Voraussichtlich am Donnerstag wolle sich das Aktionsbündnis entscheiden, ob es an der Präsentation teilnimmt. Das hänge davon ab, ob die Bahn dem Bündnis weiteres Informationsmaterial zur Verfügung stelle. Auch die landeseigene Nahverkehrsgesellschaft (NVBW) sieht großen Nachbesserungsbedarf.

Geißler hatte immer betont, dass er die Gegner gerne bei der Präsentation dabei hätte. Nun erklärte der frühere CDU-Generalsekretär, es könne sein, dass dies nicht gelinge. "Dann schadet dies auch nichts." Schließlich plane die grün-rote Landesregierung im Herbst eine Volksabstimmung über das Milliardenprojekt. Projektsprecher Wolfgang Dietrich kritisierte, das Aktionsbündnis spiele auf Zeit und wolle abwarten, ob das sma-Testat positiv oder negativ ausfällt.

Nach einer neuen Studie schafft Stuttgart 21 nur einen Bruchteil der Arbeitsplätze, die von den Befürwortern des Bahnprojekts bisher angegeben wurden. Zu diesem Ergebnis kommt das Stuttgarter IMU-Institut. Die Wissenschaftler gehen von 2500 Stellen aus. Die Befürworter hätten anfänglich von 24.000 Arbeitsplätzen gesprochen, später von 17.000. Die Studie wird am Mittwoch offiziell in Stuttgart vorgestellt.

Quelle: ntv.de, dpa/rts