Politik

Flüchtlingswelle nach Russland Hunderttausende Ukrainer ziehen gen Osten

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Donezk steht offenbar kurz vor der Evakuierung. Separatisten kontrollieren Autos an einem Checkpoint vor der Millionenstadt.

(Foto: dpa)

Russland ächzt unter der Last der Flüchtlinge aus der Ostukraine. Und in der Grenzregion herrscht Ausnahmezustand. Wenn die ukrainische Armee die Separatistenhochburg Donezk bombardieren sollte, droht ein wahrer Exodus nach Osten.

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Die Versorgung der Bevölkerung im Kriegsgebiet ist nicht mehr überall gewährleistet. Ältere Frauen stehen an einem Erste-Hilfe-Bus in Slawjansk an.

(Foto: REUTERS)

Russland beklagt eine zunehmende Zahl an Flüchtlingen aus der Ostukraine. Über die Lage der aus dem Kriegsgebiet fliehenden Menschen habe Kremlchef Wladimir Putin nun auch mit dem Nationalen Sicherheitsrat gesprochen, teilte die Präsidialverwaltung in Moskau mit.

Nach Angaben von Behörden haben bereits Hunderttausende Ukrainer Zuflucht in Russland gesucht. Die Gebietsverwaltung in Rostow am Don hat in mehreren Grenzregionen zur Ukraine den Ausnahmezustand verhängt.

In der ostukrainischen Separatistenhochburg Donezk sagte der selbst ernannte Regierungschef Alexander Borodaj, dass sich die Millionenstadt auf eine Evakuierung vorbereite. Hunderttausende Menschen könnten aus Angst vor einer Bombardierung der Stadt durch ukrainische Regierungstruppen nach Russland übersiedeln, sagte er.

Das Außenministerium in Moskau hatte am Vorabend den Beschuss eines ukrainisch-russischen Grenzübergangs kritisiert, an dem mehr als 200 Flüchtlinge warteten. Der für den Grenzschutz zuständige russische Inlandsgeheimdienst FSB teilte mit, dass wegen der Angriffe von ukrainischer Seite inzwischen die Übergänge Donezk, Nowoschachtinsk und Gukowo geschlossen seien.

Quelle: n-tv.de, nsc/dpa

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