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Überfall im Roten Meer Huthi-Milizen attackieren saudischen Öltanker

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Attacke auf hoher See: Huthi-Rebellen im Jemen (Archivbild).

(Foto: AP)

Drei Jahre schon dauert der Krieg im Jemen an, eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition bekämpft dort schiitische Milizen. Im Roten Meer vor der Küste des Jemen greifen Huthi-Kämpfer einen saudi-arabischen Öltanker an.

Schiitische Huthi-Milizen haben einen saudi-arabischen Öltanker angegriffen und ihn saudischen Angaben zufolge leicht beschädigt. Der Tanker sei in internationalen Gewässern, westlich der jemenitischen Hafenstadt Hodeida attackiert worden, sagte ein Sprecher der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen.

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Eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt: Durch das Rote Meer fahren saudische Öltanker nach Europa.

(Foto: n-tv.de / stepmap.de)

Durch die Gewässer vor der jemenitischen Küste verläuft eine vielbefahrene Schifffahrtsroute. Öltanker aus dem Persischen Golf müssen auf ihrem Weg Richtung Suez-Kanal und nach Europa die Meerenge passieren. Das Rote Meer ist auf Höhe von Hodeida rund 180 Kilometer breit. Wie genau die Attacke ablief, blieb zunächst unklar.

Nach dem Angriff habe der Tanker seine Fahrt unter Begleitung eines Schiffes der Militärkoalition fortgesetzt, hieß es aus Saudi-Arabien. Der Hafen von Hodeida ist einer der wichtigsten Zugangspunkte für Waren und Hilfsmittel im Jemen. Die viertgrößte Stadt des Jemens ist umkämpft. Bei einem Luftangriff in der Stadt starben zu Wochenbeginn zwölf Zivilisten.

Die Militärkoalition unter saudischer Führung bekämpft seit drei Jahren die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen. In dem Konflikt wurden Schätzungen zufolge bisher rund 10.000 Menschen getötet. Laut UN sind 8,4 Millionen im Land von Hunger bedroht, viele sind vom Zugang zu sauberem Trinkwasser, medizinischer Versorgung und humanitärer Hilfe abgeschnitten.

Eine Geberkonferenz der Vereinten Nationen sagte dem Bürgerkriegsland zuletzt über zwei Milliarden Dollar Hilfe zu. "Jemen erlebt die weltweit schlimmste humanitäre Krise", erklärte UN-Generalsekretär Antonio Guterres.

Quelle: n-tv.de, fhe/dpa

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