Politik

Wahlbeteiligung sinkt In Litauen zeichnet sich ein Machtwechsel ab

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Premierminister und Vorsitzender der Partei Bund der Bauern und Grünen, Saulius Skvernelis.

(Foto: AP)

Während die Corona-Zahlen stark steigen, wählt Litauen ein neues Parlament. Nach knappen Zwischenergebnissen zeichnet sich nun ein Sieg der Opposition ab.

Bei der ersten Runde der Parlamentswahl in Litauen liegt die konservative Vaterlandsunion in Führung. Nach Auszählung von 97 Prozent der Wahlbezirke kommt die Oppositionspartei auf 23,7 Prozent der Stimmen - und überholte damit noch den anfangs vorne liegenden Bund der Bauern und Grünen. Die Regierungspartei aus der politischen Mitte wird mit 18,1 Prozent zweitstärkste Kraft vor der populistischen Arbeitspartei (9,9 Prozent) und den Sozialdemokraten (9,5 Prozent). Dies teilte die Wahlkommission in Vilnius mit.

Von den übrigen 13 politischen Kräften, die bei der Wahl angetreten waren, könnten den Angaben zufolge zwei weitere den Sprung ins Parlament des EU- und Nato-Landes schaffen. Das vorläufige Endergebnis wird am Montag erwartet. Die Wahlbeteiligung war mit 47,2 Prozent niedriger als bei der Wahl vor vier Jahren. Im Mittelpunkt des von der Corona-Pandemie überschatteten Wahlkampfs standen wirtschafts- und sozialpolitische Themen.  Die Abstimmung am Sonntag war die erste von zwei Wahlgängen: Die Wähler entschieden zunächst über 70 Sitze im Parlament nach dem Verhältniswahlrecht. In zwei Wochen werden sie dann über 71 Direktmandate in der Volksvertretung Seimas abstimmen.

Quelle: ntv.de, bdk/dpa/rts