Politik

UN-Sicherheitsrat bleibt hart Irak rechnet mit Angriff

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sieht bei der irakischen Einladung an den Chef der UN-Waffeninspekteure, Hans Blix, zu Gesprächen in Bagdad Klärungsbedarf. Die Mehrzahl der 15 Mitglieder des Gremiums betonte, der Irak müsse zunächst ohne Bedingungen die Wiederaufnahme der Inspektionen zulassen. UN-Generalsekretär Kofi Annan will nun versuchen, Bagdad zumindest zu einem deutlichen Bekenntnis zur Wiederaufnahme der Ende 1998 abgebrochenen Suche nach Massenvernichtungsmitteln in dem arabischen Land zu bewegen.

Annan sagte, die Iraker müssten verstehen, dass der Sicherheitsrat "bestimmte Instruktionen, wie zu verfahren ist, gegeben hat". Wenn Bagdad es akzeptiere, auf dieser Basis zu kooperieren, könne die Einladung an Blix "in einem anderen Licht gesehen werden". Blix und sein Kontrollteam sind an Resolutionen des Sicherheitsrates gebunden.

Differenzen zwischen Russland und den USA

Russland, Iraks wichtigster Fürsprecher im UN-Sicherheitsrat, unterstützt die Bemühungen Annans um einen Kompromiss mit Bagdad. Es gebe dazu aber "nicht allzu viel Übereinstimmung" im Sicherheitsrat, räumte Russlands Vertreter Gennadi Gatilow ein. Washingtons UN-Botschafter John Negroponte forderte eine klare Zurückweisung der irakischen Einladung. Etwas anderes würde die USA "zutiefst skeptisch" machen.

Hussein stellt Irak auf Angriff ein

Iraks Präsident Saddam Hussein hat seine Armeeführung auf die Bekämpfung eines technisch "fortgeschrittenen Feindes" eingeschworen. "Ihr habt das Potenzial, einen finsteren Feind zu bekämpfen, der vom Teufel verführt wurde, den Kampf gegen Euch fortzusetzen", sagte Saddam im Hinblick auf die USA vor seinen Militärs.

Staatlichen Medien zufolge hat Iraks Präsident sein Rüstungsministerium angewiesen, eine verbesserte Abwehr gegen die Kontrollflüge der USA und Großbritanniens in den Flugverbotszonen im Norden und Süden des Landes zu entwickeln. Am Montag hatten US-Flugzeuge erneut eine Luftabwehrstellung im Süden des Irak bombardiert. Der Angriff sei eine Antwort auf "irakische feindselige Aktionen" vom Boden, hieß es von US-amerikanischer Seite. In Bagdad demonstrierten unterdessen zehntausende Iraker für Saddam Hussein und die "Niederlage der amerikanischen und britischen Angreifer".

Quelle: ntv.de

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