Politik

Kämpfe nahe Golanhöhen Islamisten erobern Grenzposten zu Israel

3kie0421.jpg5596768946210888642.jpg

Die Kämpfe im syrisch-israelischen Grenzgebiet sorgen immer wieder für Gefahr auf den Golanhöhen.

(Foto: dpa)

Die Hamas und Israel reden wieder miteinander, statt aufeinander zu schießen - doch nun gibt es Probleme auf den Golanhöhen. Raketen aus Syrien schlagen ein, es gibt einen Verletzten und radikale Islamisten kommen den Israelis gefährlich nahe.

Die Waffenruhe im Gaza-Streifen hält, doch dafür kommt es im Norden Israels zu einem Scharmützel. Mindestens drei aus Syrien abgefeuerte Mörsergranaten sind auf den Golanhöhen eingeschlagen. Das berichtete der israelische Armeefunk. Nach anderen Medienberichten wurde ein israelischer Soldat bei dem Einschlag verletzt. Die israelische Armee griff daraufhin zwei Militärposten der syrischen Armee an. Dies sei als Antwort auf "fehlgeleitetes Feuer aus den innersyrischen Kämpfen" geschehen, hieß es in einer Mitteilung des Militärs.

Eine Militärsprecherin bestätigte, dass Geschosse aus Syrien auf den Golanhöhen eingeschlagen seien. Sie stammten aus Kämpfen zwischen syrischen Regierungstruppen und Rebellen. Man gehe aber nicht von einem gezielten Angriff auf Israel aus. Bereits am Sonntag waren fünf Raketen aus Syrien in den Golanhöhen niedergegangen.

Syrische Regimegegner nahmen zudem den Grenzübergang Kunaitra zu den Golanhöhen ein. Darunter seien auch radikale islamistische Gruppen wie die Al-Nusra-Front, berichtete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Golanhöhen werden von Israel kontrolliert - Syrien beansprucht diese aber ebenfalls.

Einziger Übergang nach Israel

Die Milizen hätten nach heftigen Kämpfen mit Dutzenden Toten und Verletzten die syrische Armee vom Grenzübergang vertrieben. Die Rebellen hatten bereits im Juni 2013 den einzigen Übergang zu Israel kurzzeitig eingenommen. Nach Angaben der Menschenrechtsbeobachter gehen die Gefechte in der Nähe von Kunaitra weiter.

Mehrere oppositionelle Milizen hätten am Morgen verkündet, sie wollten Kunaitra und das Umland von syrischen Truppen "befreien". Zu den Regimegegnern gehörten neben der Nusra-Front und anderen islamistischen Gruppen auch Kämpfer der gemäßigteren Freien Syrischen Armee (FSA), meldete die Nachrichtenseite Zaman al-Wasl.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.