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Gutachten äußert Zweifel Ist Kieferorthopädie sinnvoll?

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Ein Gutachten stellt den Nutzen von kieferorthopädischer Versorgung infrage.

(Foto: imago/imagebroker)

Laut Bundesrechnungshof geben die Krankenkassen jährlich rund eine Milliarde Euro für kieferorthopädische Behandlungen aus - doch deren medizinischen Nutzen stellt er infrage. Auch ein vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zu diesem Schluss.

Ein vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegebenes Gutachten kritisiert eine unzureichende Erforschung des medizinischen Nutzens kieferorthopädischer Behandlungen. Bis heute könne keine einzige Studie beweisen, "ob und welche langfristigen Auswirkungen die kieferorthopädischen Therapien auf die Mundgesundheit" hätten, berichtete die "Bild".

Sie berief sich auf die Ergebnisse eines neuen Gutachtens, das demnach das Forschungsinstitut IGES für das Ministerium erstellte. Infrage gestellt wird darin dem Bericht zufolge auch, "ob die Ausgaben in der kieferorthopädischen Versorgung den Kriterien der Wirtschaftlichkeit genügen".

"Expertengespräch" in einer Woche

Im Frühjahr hatte bereits der Bundesrechnungshof eine unzureichende Erforschung des medizinischen Nutzens kieferorthopädischer Behandlungen wie etwa Zahnspangen bemängelt. "Bild" zufolge gab Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU anschließend das nun vorliegende Gutachten in Auftrag. Nach Angaben des Bundesrechnungshofes geben die Krankenkassen jährlich rund 1,1 Milliarden Euro für kieferorthopädische Behandlungen aus.

Das Blatt berichtete weiter unter Berufung auf ein Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums an den Bundestag, dass das Ministerium nun den Spitzenverband GKV am Zug sehe. Dieser müsse den Nutzen der Behandlungen bewerten. So etwas sei "keine staatliche Aufgabe". In einigen Wochen aber wolle das Ministerium ein "Expertengespräch" zum dem Thema durchführen.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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