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Mittwoch, 01. November 2017

Eine Reihe "klarer Hinweise": Jamaika will Rente mit 63 beschränken

Erst 2014 beschließt die damalige große Koalition die Rente ab 63. Wer 45 Jahre eingezahlt hat, kann dann abschlagsfrei in Frührente gehen. Mehrere Politiker der Jamaika-Sondierungen forderten bereits das Aus. Nun drohen deutliche Einschränkungen.

Union, FDP und Grüne haben offenbar bei ihren Koalitionssondierungen eine teilweise Abschaffung der Rente mit 63 ins Auge gefasst. Im Gespräch sei, diese erst 2014 auf Druck der SPD von der großen Koalition beschlossene Form der abschlagsfreien Frühverrentung nach 45 Beitragsjahren künftig nur noch für Berufe mit harter körperlicher Arbeit zu ermöglichen, berichtete die "Bild".

Mehr Geld solle im Gegenzug teilweise oder ganz Berufsunfähigen über die Erwerbsunfähigenrente zugutekommen. Für eine konkrete Reform der Rente solle bei Zustandekommen einer Jamaika-Koalition im Frühjahr eine Kommission eingesetzt werden.

Es gebe bereits eine Reihe "klarer Hinweise", in welche Richtung die Veränderungen gehen müssten, so die Zeitung unter Verweis auf Sozialpolitiker der Sondierungsgruppen. Auch CSU-Chef Horst Seehofer habe darauf hingewiesen, dass die private Vorsorge gestärkt werden müsse, wenn die Rentenkosten nicht aus dem Ruder laufen sollten. Wie konkret das geschehen solle, sei aber noch offen.

Erst kürzlich hatte CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn eine Rücknahme der Rente mit 63 gefordert. Der FDP-Politiker Volker Wissing hatte betont, man werde kostenträchtige Entscheidungen der großen Koalition wie die Rente mit 63 nicht einfach akzeptieren. Beide Politiker nehmen an den Sondierungsgesprächen teil.

Quelle: n-tv.de

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