Politik

Miese Noten für Merkel Koalition enttäuscht Deutsche

Die schwarz-gelbe Regierung fällt bei den Deutschen glatt durch. Laut einer Umfragen sind fast 70 Prozent von der Leistung des Kabinetts enttäuscht. Der Anteil der Unzufriedenen hierzulande übertrifft damit den Vergleichswerte in vielen anderen europäischen Nachbarländern.

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Angela Merkels Arbeit kommt nicht gut an.

(Foto: dpa)

Über zwei Drittel der Deutschen beurteilen die bisherige Bilanz der schwarz-gelben Koalition kritisch. 69 Prozent sind mit der Leistung der Bundesregierung aus CDU, CSU und FDP unzufrieden, ergab eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Nur 20 Prozent erklärten, zufrieden zu sein. Laut Umfrage ist der Anteil der mit ihrer Regierung Unzufriedenen in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern in Europa am höchsten.

So gaben in Großbritannien 59 Prozent an, mit der Arbeit der konservativ-liberalen Regierung unzufrieden zu sein, 24 Prozent sind zufrieden. In Frankreich halten 57 Prozent wenig von den bisherigen Leistungen der neuen sozialistischen Führung, 21 Prozent sind anderer Meinung. Auch in Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland beurteilt eine Mehrheit die Arbeit ihrer jeweiligen Regierung als eher schlecht - aber ebenfalls nicht so stark wie in Deutschland.

Frauenquote spaltet die Deutschen

Wie aus der YouGov-Befragung hervorgeht, würde jeder vierte Bundesbürger für einen EU-Austritt Deutschlands stimmen, sollte es darüber eine Volksabstimmung geben. Eine klare Mehrheit von 57 Prozent plädiert dagegen für den Verbleib in der Europäischen Union. Damit ist die Zahl der EU-Anhänger in Deutschland weiterhin vergleichsweise hoch. In Frankreich würden 43 Prozent für einen EU-Verbleib votieren, 32 Prozent für den Austritt. In Großbritannien liegt der Prozentsatz der Austrittsbefürworter bei 49 zu 28.

Gespalten sind die Deutschen laut YouGov-Umfrage bei der Frage, ob eine Mindestquote für Frauen in Führungspositionen von Unternehmen gesetzlich verankert werden soll. 41 Prozent sind dafür, 43 Prozent dagegen. Im Nachbarland Frankreich ist eine deutlich Mehrheit von 61 Prozent dafür. In Norwegen, wo seit längerem eine solche Quote gilt, sind die Erfahrungen damit offenbar nicht sehr positiv. Lediglich 30 Prozent unterstützen die Regelung, während 54 Prozent dagegen sind.

Quelle: ntv.de, dpa

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