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Streit geht vor Gericht Land will Nürburgring zurück

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Wie es mit dem Nürburgring weitergeht, ist offen.

dpa

Das Land Rheinland-Pfalz klagt gegen den Betreiber des Nürburgrings. Der Pächter schuldet Zahlungen in Millionenhöhe. Zuletzt hatte es geheißen, dass sich die Parteien auf ein Schiedsverfahren geeinigt hätten.

Rheinland-Pfalz droht ein langer Rechtsstreit mit den privaten Pächtern des Nürburgrings. Im Streit um Pachtzahlungen habe sich das Land trotz positiver Ansätze nicht mit der Nürburgring Automotive GmbH (NAG) einigen können, teilte die Staatskanzlei mit. Das Kabinett habe daher beschlossen, die Pächter vom Ring zu klagen. Noch vor wenigen Tagen hatten Zeitungen von einer grundsätzlichen Einigung auf ein Schiedsverfahren berichtet.

Es würden nun Gerichtskostenvorschüsse für die Räumungsklage beim Landgericht Koblenz eingezahlt. Mit dem Geld wird die bereits eingereichte Klage in Gang gesetzt. "Wir wollen umgehend die Verfügungsgewalt am Nürburgring erreichen", sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD). Bis das Gericht entschieden habe, führe die NAG die Geschäfte am Ring zunächst weiter. Die NAG war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Zwischen Land und Betreibern war es schon 2011 wegen ausstehender millionenschwerer Pachtzahlungen zum Streit gekommen. Im laufenden Jahr veranlasste das Land daher die Kündigung des Pachtvertrags. Außerdem bereitete es als Drohkulisse eine Räumungsklage vor, auch die Pächter drohten mit einer Klage auf Entschädigung. Parallel strebten beide Seiten ein Schiedsverfahren an, um einen Rechtsstreit zu vermeiden.

Quelle: n-tv.de, dpa

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