Politik

"Die Piraten sind faszinierend" Lindner positioniert sich

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Christian Lindner rührt die Werbetrommel für die FDP. Erklärtes Ziel: Bei der Wahl am 13. Mai wieder in den NRW-Landtag einziehen.

(Foto: REUTERS)

Christian Lindner soll die FDP retten - nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch im Bund. Bei n-tv spricht er über die Piraten, die den Liberalen manche Stimme abgegraben haben. Für ernsthafte Konkurrenz hält der NRW-Vorsitzende sie nicht.

Der Spitzenkandidat der FDP in Nordrhein-Westfalen, Christian Lindner, hält seine Partei für "nicht kompatibel" mit der Piratenpartei. Das sagte er in der n-tv-Sendung "Bei Brender" auf die Frage, ob seine Partei eine Koalition mit Piraten jetzt zweistellig eingehen würde. Die Piraten seien jedoch ein "interessanter Wettbewerber", sagte Lindner. "Wir haben keine Furcht vor den Piraten. Die müssen nur die Grünen haben."

Gleichwohl ließ der Liberale durchblicken, dass die Wählerwanderung gestoppt werden muss. Man müsse die Wähler der Piraten ernst nehmen, sagte der Landesvorsitzende der FDP. "Da gibt es ein Bedürfnis nach Transparenz in der Politik", sagte Lindner. "Die Piraten sind für viele faszinierend, auch wegen der Internetprozesse, mit denen die Partei funktioniert."

Lindner betonte aber, dass die Piraten weit entfernt davon seien, Lindner greift von unten an . Einen großen Unterschied zwischen FDP und Piraten macht der NRW-Kandidat etwa in den Positionen zum Urheberrecht aus. Außerdem kritisierte Lindner die "Gratismentalität" der Piraten, die die FDP nicht teile.

Nach jüngsten Umfragen liegt die FDP im Bundestrend bei etwa 3 Prozent. In Nordrhein-Westfalen stieg der Wert nach der Nominierung Lindners zum Spitzenkandidaten von 2 auf 4 Prozent. Rückendeckung erhält der Wuppertaler vom schleswig-holsteinischen Landesvorsitzenden Wolfgang Kubicki. Er sagte n-tv.de, er halte Lindner für einen "Bei uns sieht alles anders aus" . "Er wird in den kommenden Wochen zeigen, was in ihm steckt."

Lindner war am vergangenen Wochenende mit 343 von 394 Stimmen zum Spitzenkandidaten für die Wahl in Nordrhein-Westfalen am 13. Mai gekürt worden. Erklärtes Ziel seiner Partei ist es, wieder in den Landtag einzuziehen.

Quelle: n-tv.de, nsc

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