Politik

Nachwirkungen eines Eklats Linken-Abgeordnete beklagt Ausgrenzung

48390083.jpg

In eigener Fraktion unter Beschuss: Inge Höger.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Israel-kritische Veranstaltung und die Verfolgung von Fraktionschef Gysi durch zwei Männer bis auf die Toilette setzt der Linken-Parlamentarierin Höger zu. Sie sieht nach wie vor keinen Grund, Konsequenzen zu ziehen.

Die Linken-Abgeordnete Inge Höger will keine Konsequenzen aus dem Eklat um eine von ihr organisierte Israel-kritische Veranstaltung im Bundestag ziehen. Einen entsprechenden Aufruf von Vertretern des gemäßigten Parteiflügels im Internet kritisierte sie scharf. "Das ist ein Akt der Ausgrenzung, der mich erschreckt. Ich sehe überhaupt keinen Grund, Konsequenzen zu ziehen", sagte sie.

Höger hatte zusammen mit Annette Groth, einer weiteren Abgeordneten vom linken Parteiflügel, zwei extrem Israel-kritische Journalisten zu einer Gesprächsrunde ins Parlament eingeladen. Danach hatten die aus den USA und Israel angereisten Männer Fraktionschef Gregor Gysi bedrängt und mit einer Kamera bis auf eine Bundestagstoilette verfolgt. Höger und Groth entschuldigten sich später für den Eklat.

Die gemäßigten Pragmatiker in Partei und Fraktion wollen sich damit nicht zufriedengeben und fordern weitere Konsequenzen - auch von der Abgeordneten Heike Hänsel und dem Vorstandsmitglied Claudia Haydt, die ebenfalls an der Veranstaltung teilgenommen hatten.

Höger wirft den Initiatoren des Aufrufs, darunter Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn und die Parlamentarische Geschäftsführerin Petra Sitte, eine politische Instrumentalisierung des Vorfalls vor. "Ich sehe das als einen Angriff auf die friedenspolitischen Positionen dieser Partei."

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, wne/dpa

Mehr zum Thema