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Leistungen gekürzt Mehr Hartz-IV-Empfänger werden bestraft

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Von den Sanktionen sollen immer mehr Haushalte mit Kindern betroffen sein.

picture alliance / dpa

Die Jobcenter verhängen wieder mehr Sanktionen gegen Hartz-IV-Bezieher. Im vergangenen Jahr steigt die Zahl der Fälle, in denen Leistungen gekürzt werden, im Vergleich zum Vorjahr. Wer sich dagegen wehrt, hat laut einem Bericht oft Erfolg.

Im vergangenen Jahr haben die Behörden einem Medienbericht zufolge wieder mehr Sanktionen gegen Hartz-IV-Bezieher erhoben. Demnach waren 2016 durch Entscheidungen der Jobcenter im Durchschnitt monatlich 134.390 Bezieher von Hartz IV mit Sanktionen belegt, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf die Bundesregierung berichten. Im Jahr zuvor seien es 131.520 gewesen.

Die Zahlen gehen auf eine Anfrage der Linke-Vorsitzenden Katja Kipping an die Bundesregierung zurück. Aus der Antwort der Regierung gehe auch hervor, dass in jedem dritten von den Leistungskürzungen betroffenen Haushalt Kinder lebten. Auch diese Zahl sei um 1700 auf 44.400 im Monatsdurchschnitt gestiegen, berichteten die Zeitungen.

Die Regierungszahlen zeigten zudem, dass Widersprüche gegen die Leistungskürzungen in vielen Fällen erfolgreich seien: Von 50.805 Widersprüchen wurde 18.667 ganz oder teilweise stattgegeben, was einer Erfolgsquote von 37 Prozent entspricht, wie die Zeitungen schreiben. Ähnliche Zahlen wurden demnach schon für 2014 gemeldet. Auch fast 38 Prozent der 5485 Klagen gegen Sanktionen sei mindestens teilweise stattgegeben worden.

Quelle: n-tv.de, hul/dpa

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