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Reaktionen zu den Anschlägen Merkel und Obama an der Seite Frankreichs

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(Foto: imago/CommonLens)

Schock, Anteilnahme und Bestürzung sind die Reaktionen europäischer Regierungsschefs und von US-Präsident Obama. Die Anschläge mit mindestens 128 Toten erschüttern nicht nur Paris und Frankreich, sondern ganz Europa.

Die Anschläge in Frankreich stürzen Europa in den Schockzustand. Nach den Angriffen von Paris mit mindestens 128 Toten hat Frankreichs Präsident François Hollande von "bisher nie dagewesenen Terrorangriffen" gesprochen und den Ausnahmezustand für ganz Frankreich verhängt. Der Staatschef kündigte die Schließung der Grenzen an. Zudem forderte der Präsident militärische Verstärkung an, um weitere Anschläge zu verhindern.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte: "Ich bin tief erschüttert von den Nachrichten und Bildern, die uns aus Paris erreichen. Meine Gedanken sind in diesen Stunden bei den Opfern der offensichtlich terroristischen Angriffe, ihren Angehörigen sowie allen Menschen in Paris". Die Bundesregierung stehe in Kontakt mit der französischen Regierung und habe ihr die Anteilnahme und Solidarität der Menschen in Deutschland übermittelt.

Bundespräsident Joachim Gauck hat sich in einer ersten Reaktion bestürzt und betroffen über die Anschläge von Paris gezeigt. "Ich bin tief erschüttert angesichts der Nachrichten, die uns aus Frankreich erreichen", sagte der Bundespräsident laut einer Mitteilung am frühen Samstagmorgen. "Meine Gedanken sind bei den Opfern, Ihren Angehörigen und dem französischen Volk."

US-Präsident Barack Obama erklärt sich solidarisch mit Frankreich. "Es handelt sich nicht nur um einen Angriff auf Paris oder Frankreich, sondern auf die Werte der Menschlichkeit", sagte er. "Wir sind an der Seite Frankreichs, um Terrorismus und Extremismus zu bekämpfen." Diejenigen, die dächten, dass man die Franzosen terrorisieren könne, hätten Unrecht, erklärte er. "Ich habe Präsident Hollande noch nicht angerufen, er ist in diesem Moment vermutlich zu beschäftigt."

Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagte: "Wir sind mit unseren Gedanken bei unseren französischen Freunden und den Familien der Opfer. Ich stehe in engem Kontakt mit meinem französischen Kollegen und habe ihm Hilfe durch deutsche Spezialkräfte angeboten."

Vize-Kanzler Sigmar Gabriel sichert Frankreich die Solidarität Deutschlands zu. "Die Terror-Anschläge in Paris richten sich gegen uns alle", erklärt der Bundeswirtschaftsminister. "Wir Demokraten halten zusammen, wir werden Demokratie und Freiheit verteidigen. Hass, Gewalt und Angst dürfen keinen Platz haben, wir werden uns niemals dem Terror beugen."

Kanzleramtschef Peter Altmaier erklärte, man werde sich dem Hass, dem Fanatismus und der Gewalt niemals beugen. "Wir weinen um die unschuldigen Toten von Paris."

 

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Russland äußert sich schockiert über die Anschläge in der französischen Hauptstadt Paris mit vielen Toten. "Wir verurteilen diese unmenschlichen Taten zutiefst und sind bereit, jede erdenkliche Hilfe bei der Untersuchung dieser terroristischen Verbrechen zu gewähren", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am späten Abend in Moskau. Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sprach von "furchtbaren Ereignissen" in Paris. Russland teile den Schmerz Frankreichs. Sie sei in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen, betonte Sacharowa russischen Agenturen zufolge.

Der britische Premierminister David Cameron zeigte sich ebenfalls schockiert über die Anschläge. Zugleich bot er Hilfe an. Großbritannien werde tun, "was immer wir tun können, um zu helfen", sagte er am Freitagabend. Er sei in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen.

Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi hat sich erschüttert über die Anschläge in Paris geäußert. "Italien weint um die Opfer von Paris und ist vereint im Schmerz mit den französischen Brüdern. Das ins Herz getroffene Europa wird auf diese Barbarei zu reagieren wissen", erklärte Renzi am späten Abend. Außenminister Paolo Gentiloni schrieb bei Twitter: "Wir sind Frankreich nahe, dem Drama der Familien der Opfer, vereint gegen den Terror".

Auch Spanien sichert Frankreich alle Unterstützung und Solidarität zu. "Sie können beim kompromisslosen Kampf gegen die terroristische Barbarei selbstverständlich mit aller Kooperation meiner Regierung und der spanischen Sicherheitskräfte rechnen", schrieb Ministerpräsident Mariano Rajoy in der Nacht zum Samstag in Telegrammen an Hollande und dessen Innenminister Manuel Valls. "Entsetzt und bestürzt" reagierte in Madrid auch König Felipe VI. Das spanische Innenministerium teilte unterdessen mit, es werde am Samstag Treffen mit Vertretern der Sicherheitskräfte geben, um zu analysieren, ob der Terroralarm in Spanien von mittel auf hoch (auf die zweithöchste Stufe 4) angehoben werden solle.

Auch der Iran hat die Terrorangriffe in Paris scharf verurteilt und seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus erklärt. Präsident Hassan Ruhani schrieb an seinen französischen Amtskollegen Hollande: "Im Namen des iranischen Volkes verurteile ich diese unmenschliche Tat." Das schreckliche Ereignis habe nur eine Botschaft: Alle Staaten müssen gemeinsam den Terrorismus und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekämpfen. Seinen für Montag geplanten Besuch in Paris sagte Ruhani ab, genauso wie die für diesen Samstag geplante Reise nach Italien und das Treffen mit dem Papst im Vatikan.

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif sagte: "Unsere Gedanken sind in erster Linie bei den Opfern dieses Terroranschlags, deren Angehörigen, dem Volk und der französischen Regierung." Die Ereignisse in Paris hätten erneut bewiesen, dass der Terrorismus keine Grenzen mehr kenne und im Rahmen einer globalen Zusammenarbeit bekämpft werden müsse. Der Iran sei bereit, an diesem Kampf mitzuwirken.

Der Vatikan verurteilt die Anschläge als "wahnsinnige terroristische Gewalt". Es müsse eine entschiedene Reaktion auf einen derartigen "menschenmörderischen Hass" geben, heißt es in einer Stellungnahme.

Quelle: n-tv.de, vpe

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