Politik

"Deutlicher artikulieren" Merz fordert FDP zu Ampel-Absage auf

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Merz gehört zum "Zukunftsteam" von Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet.

(Foto: imago images/Rene Traut)

Geht es nach CDU-Politiker Friedrich Merz, sollte sich die FDP von einem möglichen Bündnis mit SPD und Grünen distanzieren: Für eine sogenannte Ampel-Koalition sollten die Liberalen nicht zur Verfügung stehen. Auch FDP-Chef Lindner äußert sich zu denkbaren Regierungsoptionen.

Nachdem führende Unionspolitiker wie Kanzlerkandidat Armin Laschet die SPD dazu gedrängt haben, einem möglichen Regierungsbündnis mit der Linkspartei schon vor der Wahl eine Absage zu erteilen, richtet sich CDU-Wirtschaftsexperte Friedrich Merz nun an die FDP. In der ARD forderte er die Liberalen dazu auf, eine Ampel-Koalition mit SPD und Grünen im Bund auszuschließen. Die FDP sollte sich "klarer und deutlicher artikulieren" und sagen, dass sie für eine Ampel nicht zur Verfügung stünde, sagte Merz.

Merz gehört zum achtköpfigen sogenannten Zukunftsteam von Armin Laschet, mit dem dieser jüngst in die heiße Phase des Wahlkampfes startete. FDP-Chef Christian Lindner vermied in der ARD eine Festlegung, ob eine Ampel-Koalition infrage komme. Er werbe für eine starke FDP mit einer eigenständigen Rolle. "Unser Angebot ist eine Politik der Mitte - angesichts der Flirts von Rot-Grün mit der Linken und auch angesichts der gegenwärtigen Schwäche der Union."

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Wichtig sei aber weiter, so Lindner, dass die Union der FDP in der Sache näher stehe als SPD oder Grüne. Diese stünden für Offenheit für Enteignung, Bürokratismus und Umverteilung, Subventionierung und höhere Steuern. "Das ist jetzt nicht ein Programm, das eine innere Verwandtschaft zu unserem Programm hat."

Lindner hatte bei früherer Gelegenheit bereits über die Ressortverteilung in einer sogenannten Jamaika-Koalition mit Union und Grünen nachgedacht und dabei das Finanzministerium für die FDP reklamiert. Der FDP-Chef betonte in der ARD, bei dieser Frage gehe es nicht um die "Karriere von einzelnen Liberalen, sondern um politische Inhalte".

Quelle: ntv.de, mbe/rts

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