Politik

Durch Reform der Grundsteuer Mieterbund fürchtet höhere Mieten

Bei der Berechnung der Grundsteuer soll künftig auch die durchschnittliche Miete herangezogen werden, so sieht es die Vereinbarung von Bund und Ländern vor. Der Mieterbund fürchtet jedoch, dass die Abgabe auf die Miete umgelegt wird und am Ende die Mieter zahlen.

Der Deutsche Mieterbund warnt vor deutlich höheren Mieten in Ballungsgebieten, wenn die Grundsatzvereinbarung von Bund und Ländern zur Reform der Grundsteuer umgesetzt wird. "Auf jeden Fall wird es so sein, dass die Berücksichtigung der durchschnittlichen Mieten denjenigen stärker belastet, der in einem Gebiet mit sehr hohem Mietniveau wohnt", sagte Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten der "Saarbrücker Zeitung".

Dabei würden Mieter von den Steigerungen des Wertes der Immobilie überhaupt nicht profitieren. "Davon profitiert allein der Eigentümer", sagte Siebenkotten. Er kündigte eine Mieterbund-Kampagne gegen die Umlegung der Grundsteuer auf die Miete an. "Die Grundsteuer klebt am Grund und Boden, also am Eigentum. Also muss auch der Immobilienbesitzer dafür aufkommen", sagte Siebenkotten.

Die Bemessung der Grundsteuer muss nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts bis Ende 2019 neu geregelt werden, weil die zur Berechnung nötigen Einheitswerte veraltet sind. Einer am Freitag von Bund und Ländern erzielten Grundsatzeinigung zufolge sollen für die Bemessung künftig die Mietkosten, das Baujahr des Gebäudes und die Bodenrichtwerte herangezogen werden.

Quelle: ntv.de, ftü/AFP

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