Politik

Hunderte an Grenzen abgewiesen Miri wird wieder mit Privatjet abgeschoben

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Miri soll erneut per Privatjet in den Libanon geflogen werden.

(Foto: dpa)

Nach der illegalen Rückkehr des Clanchefs Miri intensiviert die Bundespolizei ihre Grenzkontrollen. Allein in dieser kurzen Zeit werden mehrere bereits zuvor ausgewiesene Personen aufgegriffen. Auch das weitere Vorgehen im Fall Miri selbst soll einem Bericht zufolge geklärt sein.

Der nach seiner illegalen Wiedereinreise festgenommene Clanchef Ibrahim Miri soll einem Medienbericht zufolge wie bei seiner ersten Abschiebung per privatem Lear-Jet in den Libanon gebracht werden. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, wird Miri dabei erneut von Bundespolizisten begleitet. Die Kosten sollen zwischen 20.000 und 25.000 Euro liegen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hatte Miris Asylantrag am Freitag als "offensichtlich unbegründet" abgelehnt.

Bundesinnenminister Horst Seehofer hatte nach Miris illegaler Einreise am Donnerstag die Kontrollen an den deutschen Außengrenzen verschärft. "In diesem kurzen Zeitfenster griffen unsere Beamten schon über ein Dutzend mit einer Wiedereinreisesperre belegte Personen auf", sagte Bundespolizei-Präsident Dieter Romann dem Blatt. Bei fast allen seien "einreiseverhindernde oder aufenthaltsbeendende Maßnahmen" vollzogen worden.

Insgesamt hat die Bundespolizei dem Bericht zufolge in den ersten neun Monaten diesen Jahres 2114 abgelehnte und abgeschobene Asylbewerber oder kriminelle Migranten mit Einreisesperren aufgegriffen. Von diesen seien 736 an der deutschen Außengrenze zurückgewiesen worden.

Quelle: n-tv.de, mra/AFP

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