Politik

Raketen auf Iraner im Irak Mysteriöser Angriff auf "Camp Liberty"

Auf ein Lager der iranischen Oppositionsgruppe Volksmudschaheddin im Irak hat es laut lokalen Medien massive Raketenangriffe gegeben. Wie das unabhängige Nachrichtenportal Sumaria News unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete, wurden am Abend 38 Katjuscha-Raketen auf das "Camp Liberty" in der Nähe von Bagdad sowie auf andere Anlagen in der Umgebung gefeuert.

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Nach Angaben der deutschen Vertretung des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) schlugen mindestens 80 Raketen im Camp ein. Die Anzahl der Toten und Verletzten sei unklar. Offen ist auch, von wem die Attacke ausging. Erst 2013 hatte es tödliche Angriffe auf das Camp gegeben, wo nach UN-Angaben damals 3100 Iraner lebten.

Iraks ehemaliger Präsident Saddam Hussein hatte der Widerstandsgruppe seinerzeit gestattet, von irakischem Boden aus gegen den Iran zu operieren. In der aktuellen Führung in Bagdad spielen Schiiten jedoch eine wichtige Rolle, die gute Beziehungen zu Teheran pflegen und die Volksmudschaheddin so schnell wie möglich loswerden wollen. Eine Abschiebung der Iraner in ihre Heimat wäre für diese jedoch gefährlich.

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Quelle: n-tv.de, nsc/dpa

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