Politik

AfD-Mann nicht Teil der Fraktion Nerstheimer geht aus der Schusslinie

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Kay Nerstheimer

(Foto: dpa)

Der per Erststimme ins Berliner Abgeordnetenhaus gewählte AfD-Mann Nerstheimer verzichtet auf einen Platz in der Fraktion seiner Partei. Nerstheimer holt seine rechtsextreme Vergangenheit ein. Auch ein Parteiausschluss ist nun im Gespräch.

Drei Tage nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat sich die AfD-Fraktion konstituiert - ohne den umstrittenen Direktkandidaten Kay Nerstheimer. Der Lichtenberger Abgeordnete habe schriftlich auf seinen Platz verzichtet, erklärte der Vize-Landesvorsitzende Hugh Bronson. Nerstheimer werde voraussichtlich als fraktionsloser Abgeordneter ins Parlament gehen. Er ist umstritten, weil er 2012 Mitglied der "German Defence League" war, die als rechtsextremistisch und islamfeindlich gilt.

Zu einem möglichen Parteiausschlussverfahren gegen Nerstheimer machte Bronson keine Angaben. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" will sich der AfD-Bundesvorstand bei seiner nächsten Sitzung im Oktober mit dem Fall befassen. Vorstandsmitglied Alice Weidel sagte der Zeitung, Äußerungen wie die von Nerstheimer schwächten die AfD. "Sollten wir derartiges Gedankengut in der Partei dulden, bekommen wir ein veritables Glaubwürdigkeitsproblem."

Die AfD, die bei der Abgeordnetenhauswahl 14,2 Prozent der Stimmen erhielt, wählte ihren Landesvorsitzenden Georg Pazderski zum Vorsitzenden. Die Fraktion umfasst 24 Abgeordnete. Die AfD ist bundesweit nunmehr in 10 der 16 Landtage vertreten.

Quelle: ntv.de, jog/dpa