Politik

AfD über, FDP unter fünf Prozent Nur jeder Vierte vermisst die Liberalen

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Er soll die FDP wieder aufbauen: Christian Lindner.

(Foto: dpa)

23 Prozent der Wähler finden es bedauerlich, dass die FDP nicht mehr dem Bundestag angehört. Selbst Anhänger des einstigen politischen Partners haben wenig Mitgefühl. Im Stern-RTL-Wahltrend liegen die Liberalen weiter unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Der schwarz-grüne Sondierungsflirt bleibt ohne Erfolg, in der vierten Woche seit der Bundestagswahl kristallisiert sich heraus: Deutschland wird künftig wohl von einer Großen Koalition regiert. Von einem Bündnis, das die meisten Deutschen angesichts des Wahlergebnisses für das Beste halten. Phantomschmerzen nach dem zumindest vorübergehenden Ende der Parlamentszugehörigkeit der FDP und damit der schwarz-gelben Regierung plagen die Wähler nicht, wie der wöchentliche Stern-RTL-Wahltrend zeigt.

Zwar legen die Liberalen in der Forsa-Befragung im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt zu, würden im Falle einer echten Wahl mit 4 Prozent den Sprung ins Parlament allerdings nicht schaffen. Schlimmer noch: In einer gesonderten Befragung bedauerten lediglich 23 Prozent, dass die Liberalen nicht im neuen Bundestag vertreten sein werden. Ostdeutsche stören sich seltener am Aus der FDP als Westdeutsche, Jüngere seltener als Ältere.

AfD liegt über der 5-Prozent-Hürde

Besonders bitter: Auch bei Anhängern des einstigen Regierungspartners trifft die FDP auf wenig Mitleid. Nur 36 Prozent der Wähler der Union bedauern, dass die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert ist. 62 Prozent verneinten die Frage. Bei den SPD-Wählern ist das Verhältnis 15 zu 84, bei den Grünen 9 zu 91, bei den Wählern der Linken 2 zu 93.

In der Forsa-Sonntagsfrage gibt es im Vergleich zur Vorwoche sonst kaum Veränderungen. Lediglich die Union fällt leicht von 45 auf 44 Prozent zurück. Bei der Bundestagswahl hatten CDU und CSU 41,5 Prozent erreicht. Die SPD bleibt bei 24 Prozent. Sie hatte bei der Wahl am 22. September mit 25,7 Prozent etwas besser abgeschnitten als in der aktuellen Umfrage.

Linke und Grüne liegen weiterhin gleichauf bei 8 Prozent. Die Linken kamen bei der Bundestagswahl auf 8,6, die Grünen auf 8,4 Prozent. Die nicht im neuen Bundestag vertretene Alternative für Deutschland (AfD) erreicht der Umfrage zufolge 6 Prozent. Die AfD war bei der Bundestagswahl auf 4,7 Prozent gekommen.

Quelle: ntv.de, hvo

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