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"Putin versteht den Westen nicht" Obama fordert Russen zum Abzug auf

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Obama flog von Rom nach Saudi-Arabien weiter.

(Foto: AP)

US-Präsident Obama lässt im Konflikt mit Russland nicht locker. Von Präsident Putin fordert er den Rückzug der Truppen von der Grenze und warnt vor "weitergehenden Plänen". Putin lobt derweil seine Soldaten für die "gute Arbeit" auf der Krim.

US-Präsident Barack Obama hat Kremlchef Wladimir Putin zum Abzug der Truppen von der russisch-ukrainischen Grenze aufgefordert. Um die Situation in der Region umgehend zu deeskalieren, müsse Russland "diese Truppen zurückziehen und direkte Verhandlungen mit der ukrainischen Regierung und mit der internationalen Gemeinschaft beginnen", sagte Obama im Interview des US-Senders CBS. Es sei unklar, was Moskau mit der Truppenhäufung auf seiner Seite der Grenze "unter dem Vorwand eines Trainingseinsatzes" vorhabe, sagte Obama. "Es könnte einfach ein Versuch sein, die Ukraine einzuschüchtern - oder vielleicht haben sie weitergehende Pläne."

Die USA hätten kein Interesse an einer Konfrontation oder "einer Eingrenzung Russlands", sondern setzten sich lediglich für die Selbstbestimmung des ukrainischen Volkes ein, bekräftigte Obama. Putin scheine das aber nicht zu begreifen und weiter in Maßstäben des Kalten Krieges zu denken, weil er weiterhin das Ende der Sowjetunion betrauere. "Es könnte sein, dass er den Westen völlig missversteht. Er schätzt auf jeden Fall die US-Außenpolitik falsch ein."

Putin lobt konsequentes Durchgreifen

Putin lobte indes das konsequente Durchgreifen der Armee. "Die jüngsten Vorgänge auf der Krim haben sowohl die Qualität der neuen Möglichkeiten unserer Streitkräfte als auch die hohe Moral der Truppe bewiesen", sagte Putin bei einem Treffen mit Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Der Präsident und Oberbefehlshaber dankte den Soldaten für ihren "rigorosen und professionellen" Einsatz.

Putin befahl, den ukrainischen Truppen von der Krim, die ihrem Land weiter dienen wollen, beschlagnahmte Waffen und Militärgerät wieder auszuhändigen. Zugleich stellte Schoigu klar, dass die zu Russland übergelaufenen Soldaten ihr Material behalten. "Der Austausch der Staatssymbole an allen Schiffen und Einrichtungen ist abgeschlossen", sagte Schoigu. Russland hatte mit einer Blockade verhindert, dass ukrainische Kriegsschiffe von der Krim auslaufen, und diese Einheiten - zum Teil unter Drohungen - übernommen.

Quelle: n-tv.de, ppo/AFP/rts/dpa

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