Politik

"Angriff auf wahre Gestalt der Familie" Papst rügt Schwule

Ruhe und Besinnung zu Weihnachten - für Papst Benedikt ist das nur begrenzt möglich. Kurz vor dem Fest nimmt er sich das Thema Familie vor und spricht vor allem darüber, was für ihn keine Familie ist: Nämlich gleichgeschlechtliche Paare.

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Benedikt bei der Mitternachtsmesse im letzten Dezember.

(Foto: dpa)

Kurz vor Weihnachten hat Papst Benedikt XVI. eine Verwässerung des klassischen Familienbildes kritisiert und damit indirekt gleichgeschlechtliche Beziehungen an den Pranger gestellt. Ohne die Homo-Ehe ausdrücklich zu erwähnen, warnte der Pontifex bei einem Weihnachtsempfang für die Kurie im Vatikan vor einem "Angriff auf die wahre Gestalt der Familie aus Vater, Mutter, Kind".

In den vergangenen Monaten waren international immer wieder Debatten über gleichgeschlechtliche Partnerschaften aufgeflammt. Der Papst beklagte die "tiefe Unwahrheit" moderner Theorien über die sexuelle Identität, wonach das Geschlecht eine persönliche Entscheidung sei.

Der Papst hat Stress

Ruhe und Besinnung zu Weihnachten sind für Benedikt nur begrenzt möglich. Denn am Ende des Jahres absolviert der 85-Jährige ein Mammutprogramm. Das macht ihm nach eigenen Angaben Freude, strenge aber auch an.

Der aus Deutschland stammende Joseph Ratzinger begeht zum achten Mal als Papst das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel im Vatikan. Auf die zahlreichen Termine bereitet sich das Kirchenoberhaupt, das seit einiger Zeit auf einer Art Plattform mit Haltestangen zum Altar gerollt wird, akribisch vor. Neben Weihnachten und Neujahr bringt Ostern einen ähnlichen Stress für den Papst.

Quelle: n-tv.de, dpa

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