Politik

Demonstrationen in Dresden Pegida und AfD üben Schulterschluss

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Die Demonstranten kamen in Dresden vor der Frauenkirche zusammen.

(Foto: picture alliance / Sebastian Kah)

Anhänger des Pegida-Bündnisses zeigen seit jeher Sympathien für die AfD. Andersherum gibt sich die Partei lange zurückhaltend. Nun demonstrieren beide Bewegungen erstmal kurz hintereinander am selben Ort - und gestehen einander ihre Zuneigung.

Erstmals haben das islam- und fremdenfeindliche Pegida-Bündnis und die AfD-Basis in Dresden gemeinsam Kundgebungen abgehalten. Der Dresdner AfD-Kreisverband war am Abend zwar bemüht, die Versammlungen, die zeitlich aneinander anschließend auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche stattfanden, formal getrennt zu sehen. Redner beider Lager ließen aber keinen Zweifel daran, dass AfD und Pegida gemeinsam stehen.

"Wir haben heute Geschichte geschrieben", sagte der Vorsitzende der Jungen Alternative (JA) in Dresden, Matthias Scholz. "Heute stehen wir zwar hier in den Demo-Wagen getrennt, aber in der Sache vereint."

Pegida hatte zuvor unverhohlen und unter Verwendung des AfD-Logos zu einer gemeinsamen Kundgebung aufgerufen. Mehr als die sonst üblichen rund 2000 Anhänger versammelten sich daraufhin vor der Frauenkirche.

Pegida-Chef Lutz Bachmann hatte der AfD sein Bündnis bereits mehrfach als Plattform angeboten. Der AfD-Landesvorstand um Parteichefin Frauke Petry ist gegen solche Veranstaltungen. Der Bundesvorstand der Partei hatte Auftritte bei Pegida untersagt. Der Beschluss war allerdings in Teilen vom Bundesschiedsgericht kassiert worden.

Quelle: n-tv.de, shu/dpa

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