Politik

Razzien bei Dschihad-Touristen Polizei nimmt Syrien-Heimkehrer fest

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Die Gruppe "Islamischer Staat im Irak und in Syrien" ist ein Sammelbecken für Kämpfer aus aller Welt - auch deutsche Islamisten finden hier Aufnahme.

(Foto: REUTERS)

Deutsche Islamisten zieht es zu Hunderten nach Syrien. Den Sicherheitsbehörden bereiten vor allem die Sorge, die von dort zurückkehren. Jetzt lässt der Generalbundesanwalt drei mutmaßliche Terror-Unterstützer festnehmen.

Mit mehreren Festnahmen und einer bundesweiten Durchsuchungsaktion sind deutsche Sicherheitsbehörden gegen islamistische Syrien-Rückkehrer und deren Unterstützerszene vorgegangen. In Berlin und Frankfurt am Main wurden ein 35-jähriger Deutscher und ein 26-jähriger Türke festgenommen, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Beide sollen sich im vergangenen Jahr in Syrien der Organisation "Islamischer Staat im Irak und in Syrien" (Isis) angeschlossen haben, die die Bundesanwaltschaft als ausländische Terrorgruppe einstuft.

In Bonn wurde zudem eine 27-jährige Deutsch-Polin festgenommen, die den Isis mit knapp 4800 Euro finanziell unterstützt haben soll. Zeitgleich durchsuchten mehr als hundert Beamte der Elite-Polizeieinheit GSG 9, des Bundeskriminalamts und mehrerer Landespolizeibehörden zehn Wohnungen in Berlin, Bonn und Frankfurt am Main, darunter die Wohnungen fünf weiterer Beschuldigter. Auch diese Verdächtigen sollen Mitglieder oder Unterstützer des Isis sein.

Generalbundesanwalt Harald Range wertete den Einsatz der Sicherheitsbehörden als Beleg, "dass gewaltsame Konflikte wie der in Syrien sich unmittelbar auf uns in Deutschland auswirken". "Wir müssen dieser Entwicklung auch mit den Mitteln des Strafrechts entschieden entgegentreten auch mit Blick auf mögliche Gefahren, die von radikalisierten Rückkehrern aus Syrien für die Bevölkerung in Deutschland ausgehen können."

Quelle: ntv.de, nsc/AFP