Politik

Datenleck beim Parteitag Polizei sucht Maulwurf bei der AfD

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AfDCchefin Frauke Petry beim Parteitag in Stuttgart. In der Adressliste taucht sie nicht auf.

(Foto: picture alliance / dpa)

Während des Stuttgarter Parteitags der AfD hatte eine linksradikale Webseite die Namen und Adressen von Parteimitgliedern veröffentlicht, die sich für das Treffen angemeldet hatten. In Berlin sucht die Polizei in der AfD-Zentrale nach dem Urheber des Lecks.

Die Berliner Polizei sucht nach dem Verantwortlichen für ein Datenleck bei der AfD. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung fahnden Ermittler des Landeskriminalamts seit Wochenbeginn in der Parteizentrale in Berlin.

Die Ermittlungen richten sich nicht gegen die AfD, sondern gegen den Urheber eines Datenlecks, der offenbar in der Partei vermutet wird. Dabei geht es um die Veröffentlichung von Tausenden Mitgliederdaten.

Während des Parteitags in Stuttgart hatte die linksradikale Internetplattform Indymedia die Namen und Anschriften der Teilnehmer des Treffens veröffentlicht. Da es ein Mitgliederparteitag war, handelt es sich bei den Opfern des Datenleaks auch um einfache Parteimitglieder.

Aus der AfD wurde der Polizeieinsatz bestätigt. Zu laufenden Ermittlungen gebe man aber kein Statement ab, sagte ein Sprecher.

Laut "Bild"-Zeitung gilt ein Hackerangriff von außen als unwahrscheinlich. Dem Blatt zufolge hat das Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung gegen den deutschen Betreiber von Indymedia erlassen. Die Verfügung sei allerdings noch nicht zugestellt worden – vielleicht ist das der Grund, warum die Daten noch immer online sind.

Anfang Mai hatte der Bundesvorstand der AfD eine Belohnung von 12.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, durch die der Datendieb gefunden werden kann.

Quelle: n-tv.de

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