Politik
"Stormy Daniels" im Jahr 2009.
"Stormy Daniels" im Jahr 2009.(Foto: imago/ZUMA Press)
Samstag, 24. März 2018

Anwalt warnt Trump: Pornostar Stormy Daniels will Beweise haben

Diese Frage beschäftigt längst nicht mehr nur die USA: Hatte Pornostar Stormy Daniels eine Affäre mit Donald Trump oder nicht? Ihr Anwalt rät Trumps Anwalt nun, "sehr, sehr vorsichtig" zu sein mit dem, was er über seine Mandantin sagt.

Pornostar Stephanie Clifford, die unter dem Namen Stormy Daniels auftritt, hat angeblich Beweise für eine frühere Affäre mit US-Präsident Donald Trump. Das sagte ihr Anwalt Michael Avenatti dem Sender CNN, nachdem er zuvor auf Twitter ein Foto mit einer CD oder DVD veröffentlicht hatte - kommentiert mit dem Satz: "Wenn ein Bild mehr wert ist als 1000 Worte, wie viel ist dieses wert????"

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In dem CNN-Interview erklärte Avenatti nun, dass das Foto ein "Warnschuss" an Trump und sein Team sei. Clifford behauptet, 2006 eine Affäre mit Trump gehabt zu haben, der das aber bestreitet. Sein persönlicher Anwalt Michael Cohen traf indes vor der Wahl 2016 eine Vereinbarung mit Clifford: Er zahlte ihr im Gegenzug für ihr Schweigen 130.000 Dollar - angeblich aus eigener Tasche und ohne Wissen Trumps.

Clifford argumentiert nun, dass diese Übereinkunft nie gültig war, weil Trump sie nicht selber unterzeichnet habe, und sie ist vor ein kalifornisches Gericht gezogen. Am Sonntagabend Ortszeit will der Sender CBS ein Interview mit ihr ausstrahlen.

Avenatti sagte in dem CNN-Interview, das Foto auf Twitter sei ein "Warnschuss an Michael Cohen und jeden anderen mit Verbindung zu Präsident Trump, dass sie besser nach Sonntagabend sehr, sehr vorsichtig sind mit dem, was sie über meine Mandantin sagen und mit dem Dreh oder den Lügen, die sie dem amerikanischen Volk zu vermitteln versuchen".

Affäre auch mit Ex-"Playboy"-Model?

Erst kürzlich verriet das frühere "Playboy"-Model Karen McDougal trotz einer Schweigevereinbarung Details aus ihrer angeblichen Affäre mit Trump aus dem Jahr 2006. So habe der heutige US-Präsident sie nach dem ersten gemeinsamen Sex versucht zu bezahlen, sagte McDougal bei CNN. Sie sei irritiert gewesen und habe das Geld ausgeschlagen; die Affäre sei indessen weiter gegangen.

Das Ex-"Playmate" wies Trumps Geld-Offerte nach eigener Aussage entschieden zurück. "Ich schaute ihn an und sagte: 'Das bin ich nicht, ich bin nicht so eine Art Mädchen'", erinnerte sich die heute 46-Jährige. Der Immobilienmogul und TV-Star habe sie daraufhin angeblickt und gesagt: "Oh, du bist wirklich besonders."

Ursprünglich habe sie Trump nach diesem Erlebnis nicht wiedersehen wollen, erzählte McDougal. Doch dann hätten sie "sehr viel Zeit" zusammen verbracht. Sie hätte eine "wirkliche Beziehung" geführt. "Es gab Gefühle zwischen uns beiden." Kurz zuvor hatte Trumps Ehefrau Melania jedoch den gemeinsamen Sohn Baron auf die Welt gebracht. Das ehemalige "Playmate" fühlte sich nach eigener Aussage schuldig.

Quelle: n-tv.de