Politik

Täter verletzt im Krankenhaus Rätsel um Anschlag in Sarajevo

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Der Mann wurde niedergeschossen, aber nicht getötet.

(Foto: REUTERS)

Der Ablauf des Angriffs des mutmaßlichen islamischen Fundamentalisten Melvid Jasarevic auf die US-Botschaft in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo am Freitag bleibt unklar. Die Behörden widersprachen Informationen, der 23-jährige Angreifer aus dem südserbischen Novi Pazar sei von den Sicherheitskräften erschossen worden. Der Mann liege verletzt im Krankenhaus, hieß es. Lebensgefahr bestehe nicht.

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Der Attentäter am Freitag mit einer Kalaschnikow vor der US-Botschaft in Sarajevo.

(Foto: AP)

Auch über die Zahl seiner Helfershelfer gab es widersprüchliche Angaben. Die Behörden haben eine Schilderung des Tathergangs angekündigt.

Im Nachbarland Serbien teilte das Innenministerium unterdessen mit, 15 Personen seien festgenommen worden. Nach Medienberichten sollen elf angebliche islamische Fundamentalisten in Novi Pazar in Gewahrsam genommen worden sein. Jeweils zwei Angehörige dieser Gruppe seien in den ebenfalls südlich von Belgrad gelegenen Städten Sjenica und Tutin festgenommen worden, hieß es weiter.

Serbische und bosnische Behörden hatten nach dem Angriff mitgeteilt, der mutmaßliche Islamist sei der Polizei bekannt. Er gehöre einer Gruppe Wahabiten im Grenzgebiet zwischen beiden Ländern an und sei schon zuvor wegen Bedrohung vorübergehend festgenommen worden. In Wien sei er vor Jahren wegen Diebstahls zu drei Jahren Haft verurteilt und dann nach Serbien abgeschoben worden. Der Mann sei am Freitagmorgen eingereist. Er habe bei seiner Festnahme noch zwei Handgranaten bei sich getragen.

Quelle: ntv.de, dpa