Politik

USA ernennen Sondergesandten Randy Berry soll Schwulenrechte schützen

Randy_Berry.jpg

Berry lebt selbst offen schwul.

(Foto: Consulate General of the United States)

Der US-Amerikaner Randy Berry soll sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender in aller Welt einsetzen. US-Außenminister Kerry ernennt den Diplomaten zum ersten LGBT-Sondergesandten.

Die USA haben fortan einen Sondergesandten für die Rechte von Homosexuellen. Die Verteidigung und Verbreitung der Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) sei der "Kern unserer Verpflichtung, Menschenrechte weltweit voranzubringen", erklärte Außenminister John Kerry. Er ernannte den Diplomaten Randy Berry, der derzeit Generalkonsul im niederländischen Amsterdam ist, zum Sondergesandten für diesen Bereich.

Berry werde sich für eine Welt "ohne Gewalt und Diskriminierung" der LGBT-Gemeinschaft einsetzen und die US-Strategie dazu bekannt machen und koordinieren, erklärte Kerry. Noch immer gebe es zu viele Länder, in denen Homosexuelle, Bisexuelle und Transgender "bedroht, inhaftiert und verfolgt" würden - dafür, wer sie seien oder wen sie liebten.

Unlängst sorgte eine Anweisung für das Sicherheitspersonal der Madrider U-Bahn für Unmut, nach der Homosexuelle, Bettler und Musiker besonders kontrolliert werden sollten. Nach heftiger Kritik an der Anweisung hatte das Staatsunternehmen disziplinarische Maßnahmen gegen zwei Mitarbeiter eingeleitet und der Sicherheitschef der U-Bahn vom Dienst suspendiert.  Den Angaben zufolge wollte sich der Unternehmenschef jetzt mit Vertretern von Homosexuellen- und Obdachlosen-Vereinen treffen, um ihnen zu versichern, dass sich derartige Vorfälle nicht wiederholen werden.

Besonders werden Homosexuelle aber in der islamischen Welt verfolgt. Der Karrierediplomat Berry spricht neben Spanisch auch Arabisch, er kann also diese Probleme in arabischen Staaten direkt ansprechen. Berry ist derzeit US-Generalkonsul in Amsterdam und lebt selbst offen schwul.

Quelle: ntv.de, ppo/AFP