Politik

Bei langjährig Versicherten Renten sind deutlich gestiegen

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Die Rentenbescheide fallen üppiger aus als noch vor zehn Jahren.

(Foto: picture alliance / Fotostand)

Wer vor zehn Jahren nach 35 Beitragsjahren oder mehr in Rente gegangen ist, bekam damals im Schnitt 962 Euro. Heutige Neurentner kommen auf fast 1300 Euro. Die Erklärung für die Zunahme ist einfach.

Die Renten von langjährig Versicherten sind in den vergangenen zehn Jahren um ein Drittel gestiegen. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf Zahlen der Deutschen Rentenversicherung berichtet, lag die Durchschnittsrente derjenigen, die mindestens 35 Versicherungsjahre aufweisen und neu in die Altersrente gekommen sind, im Jahr 2020 bei 1290 Euro und damit 34 Prozent höher als zehn Jahre zuvor. Damals bekamen Neurentner im Schnitt 962 Euro ausgezahlt. Im Westen belief sich der Anstieg den Angaben zufolge auf 29, im Osten sogar auf 50 Prozent.

Deutlich verbessert hat sich die Lage demnach vor allem im Osten. Hier legten die Einstiegsrenten dem Bericht zufolge binnen zehn Jahren um 50 Prozent zu. Im Westen um 29 Prozent. "Diese positive Entwicklung stärkt die gesetzliche Rente als zentrale Säule der Alterssicherung in Deutschland", sagte ein Sprecher dem RND.

Die Zunahme erklärt die Deutsche Rentenversicherung vor allem mit den Rentenerhöhungen in den vergangenen Jahren. Erst in diesem Jahr gab es im Westen erstmals seit 2010 wieder eine Nullrunde. Es dürfte eine Ausnahme bleiben: "Steigen die Löhne in diesem Jahr wie erwartet, wird es im nächsten Jahr voraussichtlich wieder eine positive Rentenanpassung geben", prognostizierte die Vorstandsvorsitzende der Rentenversicherung, Anja Piel, bei einer Bundesvertreterversammlung im Juni.

Parallel zu den Renten nahm auch der Anteil der Rentnerinnen und Rentner zu, die mindestens 35 Jahre an Versicherungszeiten haben. Kamen im Jahr 2010 noch 65 Prozent der Neuzugänge auf entsprechend viele Versicherungsjahre, so waren es zehn Jahre später 72 Prozent. Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass mehr westdeutsche Frauen als früher auf entsprechend lange Erwerbszeiten kommen.

Quelle: ntv.de, ino/AFP

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