Politik

Angleichung von Ost und West Renten steigen um fast vier Prozent

imago89815177h.jpg

Schritt für Schritt auf die 100 zu: Der Rentenwert im Osten steigt auf 96,5 Prozent des West-Werts.

(Foto: www.imago-images.de)

Schon in ein paar Wochen können sich Millionen Betroffene freuen: Bundesweit steigen die Renten. Grund dafür sei die positive Lohnentwicklung, sagt der Bundesrat. Ostrente nähern sich damit weiter den Westbezügen an.

Die rund 21 Millionen Rentner erhalten zum 1. Juli spürbar höhere Bezüge. In Westdeutschland legen die Renten um 3,18 Prozent zu, im Osten sogar um 3,91 Prozent. Der Bundesrat billigte in Berlin eine entsprechende Verordnung. Eine monatliche Rente von 1000 Euro, die nur auf West-Beiträgen beruht, erhöht sich dadurch um 31,80 Euro, eine gleich hohe Rente mit Ost-Beiträgen um 39,10 Euro. Die Rentenerhöhung rührt vor allem von der positiven Lohnentwicklung her.

Zugleich nähern sich die Ostrenten weiter an die Westbezüge an. Der Rentenwert im Osten steigt auf 96,5 Prozent des West-Werts. Bis zum Jahr 2024 steigt er aufgrund einer Gesetzesvorgabe von 2017 schrittweise auf 100 Prozent. Der Rentenwert gibt konkret in Euro an, wie viel ein Entgeltpunkt in der Rentenversicherung wert ist; ein Entgeltpunkt wird anhand einer komplizierten Formel berechnet und ist maßgeblich für die Höhe der Rente. Das Rentenniveau steigt leicht auf 48,16 Prozent an. Es gibt als Verhältnis der Rente zum Durchschnittslohn Auskunft über die Absicherungskraft der Rente.

Die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach, sagte: "Mit der Rentenanpassung in diesem Jahr erleben wir seit 2014 eine Steigerung der Renten im Westen von 15 Prozent und im Osten von 20 Prozent." Das übertreffe die Preissteigerung in diesem Zeitraum deutlich. Nicht bei allen kommt die Rentenerhöhung allerdings komplett an. Voraussichtlich rund 48.000 Rentner werden zusätzlich von der Einkommenssteuer belastet.

Quelle: n-tv.de, joh/dpa

Mehr zum Thema