Politik

"Klamroths Konter" Scholz: "Keiner von ihnen wird Kanzler"

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Vize-Kanzler Scholz stand bei "Klamroths Konter" Rede und Antwort.

In der CDU sollen sich nach dem Willen der Parteichefin in den nächsten Tagen alle erklären, die sich um den Vorsitz bewerben. SPD-Politiker Scholz ist sich derweil sicher, dass der nächste Kanzler nicht darunter sein wird. Ferner zeigt er sich irritiert über die Attacken auf Generalsekretär Klingbeil.

Vize-Kanzler Olaf Scholz glaubt nicht, dass einer der mit dem Vorsitz der CDU in Verbindung gebrachten Kandidaten am Ende auch ins Kanzleramt einzieht. "Alle wollen CDU-Vorsitzender werden. Alle wollen Kanzlerkandidat werden. Und wenn ich mir das erlauben darf, keiner von ihnen wird Kanzler", sagte er in der ntv-Sendung "Klamroths Konter". Das glaube er "sehr sicher". Es sei zudem "kein gutes Zeichen, dass keine Frau antritt".

Mit Blick auf Ex-CDU-Fraktionschef Friedrich Merz und dessen Votum vor mehr als zwei Jahrzehnten gegen die Strafbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe, sagte Scholz, auf die Frage, ob so jemand Vorsitzender einer Volkspartei werden könne: "Ich würde sagen, mit dieser Position sollte man das nicht werden." Er sei sehr froh, "dass wir es geschafft haben, diese Strafbarkeit herbeizuführen".

Auf die Frage, ob NRW-Regierungschef Armin Laschet nicht eher den Eindruck vermittele, er wolle gar nicht ins Rennen einsteigen, sagte Scholz: "Es wirkt nicht danach. Aber es kann schon sein, dass er es trotzdem tut."

Nach Ansicht von Scholz sollte auch die SPD einen Kanzlerkandidaten aufstellen. Mit Blick auf die eigenen Ambitionen hielt er sich indes bedeckt. Die Entscheidung werde getroffen, wenn es soweit sei, sagte er. Wichtig sei, dass die Partei es mehreren Personen zutraue. Auf alle Fälle finde er es aber gut, dass die SPD wieder nach Kanzlerkandidaten gefragt werde.

Irritiert zeigte sich Scholz zum Angriff von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer auf den Generalsekretär der SPD, Lars Klingbeil. "Ich habe mich etwas über die Reaktion gewundert", sagte er und verwies etwa auf die gemeinsame Erklärung im Koalitionsausschuss zur Ministerpräsidentenwahl in Thüringen. Gleichsam müsse man auch zu Recht sagen, dass die Dinge, die in Thüringen passiert sind, nicht in Ordnung seien. Es sei aber auch richtig zu sagen, es gebe Diskussionsbedarf, wenn man sehe, "dass es Teile der CDU gibt, die immer wieder sagen, man solle das überdenken", sagte er weiter und verwies dazu auf die Werte-Union.

Man könne aber ganz sicher sein, dass Klingbeil "nicht der Meinung ist, dass Frau Kramp-Karrenbauer, die vielleicht ein bisschen nervös geworden ist, weil das sowieso gerade etwas schwierige Situationen sind , jetzt selber in dieser Frage zweifelhafte Positionen hat". Sie habe sich "ja klar erklärt im Koalitionsausschuss, wie die Kanzlerin übrigens auch".

"Klamroths Konter" läuft heute um 17.10 Uhr bei ntv und steht nach der Ausstrahlung bei TVNOW zum Abruf bereit.

Quelle: ntv.de, jwu