Politik

EU-Gericht soll über Grenze entscheiden Slowenen wollen keinen Streit

Slowenien und Kroatien streiten seit fast 20 Jahren um einen kleinen Landstreifen und ein Seegebiet an der Adria. Es geht vor allem um den Behalt des direkten Meerzugangs für Slowenien. Per Referendum stimmen die Slowenen jetzt für eine internationale Vermittlung in dem Streit.

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Blick auf das slowenische Piran an der Adria.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Slowenen wollen den fast 20 Jahre alten Grenzstreit mit ihrem Nachbarn Kroatien beilegen. Bei einem Referendum stimmten rund 53 Prozent der Wähler dafür, eine internationale Vermittlung in diesem Grenzstreit zu akzeptieren. Das berichtete die staatliche Wahlkommission in Ljubljana.

Das Schiedsverfahren unter Vermittlung der Europäischen Union (EU) soll die umstrittene Grenze in der Bucht von Piran auf der Halbinsel Istrien in der nördlichen Adria festlegen. Der Schiedsspruch ist endgültig und unanfechtbar. Das kroatische Parlament hatte diesem Verfahren zuvor schon zugestimmt.

Mit diesem Ja der Slowenen erhält Kroatien auch grünes Licht für seinen beabsichtigten EU-Beitritt. Das EU-Mitglied Slowenien hatte wegen des Grenzstreits ein Jahr lang die Beitrittsverhandlungen blockiert.

Der slowenische Regierungschef Borut Pahor bezeichnete das Ergebnis der Volksabstimmung als "historisch". Seine kroatische Amtskollegin Jadranka Kosor sagte in Zagreb: "Vor ein paar Minuten habe ich mit dem Premier Pahor gesprochen und es freut mich, dass es keine weitere Blockade geben wird".

Quelle: n-tv.de, AFP

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