Politik

Für Landtagswahl Söder zum CSU-Spitzenkandidaten gekürt

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Söder weiß die CSU zu großen Teilen hinter sich.

(Foto: dpa)

Nun hat er also sein erstes großes Ziel erreicht: Beim CSU-Parteitag wird Markus Söder fast einstimmig zu Seehofers Nachfolger als Ministerpräsident gekürt. Die offizielle Stabübergabe erfolgt 2018.

Nun ist es endgültig: Der bayerische Finanzminister Markus Söder soll Horst Seehofer nächstes Jahr als Ministerpräsident beerben. Beim CSU-Parteitag in Nürnberg wurde der 50-Jährige fast einstimmig zu Seehofers Nachfolger gekürt - in einer offenen Abstimmung, bei einigen wenigen Gegenstimmen.

Die offizielle Stabübergabe soll dann im ersten Quartal 2018 sein: Dann will Seehofer sein Amt abgeben, und Söder soll im Landtag zum neuen bayerischen Ministerpräsidenten gewählt werden. "Ich werde mich mit ganzer Kraft, mit ganzer Leidenschaft für dieses Land und die CSU einsetzen", versprach Söder unter großem Applaus.

Söder schwor seine Partei auf einen harten und engagierten Landtagswahlkampf ein. "Es hat uns ganz schön durchgeschüttelt", sagte er in Nürnberg rückblickend - und auch 2018 werde nicht viel leichter. Denn die Ausgangslage sei anders als bei früheren Wahlen: Die Lage in Berlin sei unklar, in den Umfragen sei noch "eine Menge Luft nach oben", und es gebe neue Wettbewerber im Parteiensystem.

Es gebe keinen Anlass, zu zweifeln, sagte Söder, aber auch keinen Anlass, blauäugig zu sein. "Wer glaubt, wir geben auf, wer glaubt, wir haben Angst, der wird sich täuschen", betonte Söder. Die CSU werde kämpfen, um bei der Landtagswahl erfolgreich zu sein.

Schlechtes Erlebnis für Seehofer

Auf dem Parteitag war Seehofer zuvor als Parteichef wiedergewählt worden. Bei einer geheimen Wahl hatte er 83,7 Prozent der Stimmen bekommen. Dies war Seehofers bislang schlechtestes Ergebnis bei der Wahl zum Parteivorsitz.

Die CSU-Spitze hatte sich Anfang Dezember darauf verständigt, mit einem Spitzenduo Seehofer und Söder ins Wahljahr 2018 zu gehen. Diesen Vorschlag segnete der Parteitag nun ab.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa/AFP