Politik

Zuletzt sieben Bezirke erobert Taliban gewinnen weiter an Macht in Afghanistan

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Taliban-Kämpfer in der afghanischen Provinz Nangarhar.

(Foto: REUTERS)

Ungeachtet der Friedensverhandlungen mit den USA attackieren die Taliban wie bislang Stützpunkte der afghanischen Regierung - mit Erfolg. Immer mehr Bezirke fallen in die Hand der Islamisten.

In Afghanistan haben die radikalislamischen Taliban nach einem US-Bericht ihren Einfluss und ihr Territorium weiter ausgeweitet. Zwischen Juli und Oktober 2018 habe die afghanische Regierung mindestens 7 der etwas mehr als 400 Bezirke an die Aufständischen verloren, heißt es in einem Bericht des Sonderinspekteurs des US-Senats für den Wiederaufbau in Afghanistan (Sigar).

Die Regierung hatte demnach noch in 53,8 Prozent der Bezirke das Sagen, die Taliban kontrollierten mindestens 12 Prozent. Die restlichen Gebiete, mehr als 30 Prozent des Landes, galten im Oktober 2018 als umkämpft. Dem Sigar-Bericht zufolge ist die afghanische Truppenstärke weiter geschrumpft: Im Oktober seien es noch 308.700 Mann gewesen. Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hatte jüngst verkündet, dass seit 2014 mindestens 45.000 Sicherheitskräfte getötet worden seien.

Aktuell befinden sich die USA in Verhandlungen mit den Taliban. Es geht unter anderem um einen Abzug internationaler Truppen, einen Waffenstillstand und um die Frage, wie verhindert werden kann, dass Afghanistan ein sicherer Hafen für Terroristen wird. Am Samstag war die jüngste Gesprächsrunde zu Ende gegangen. Beide Seiten sprachen von Fortschritten.

Die Kampfhandlungen gehen indes weiter. Die Taliban greifen weiter täglich Kontrollposten oder Militärstützpunkte der Regierung an und töten Sicherheitskräfte.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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